Dienstag, 19.10.2021
11.10.2021
   

Förderprogramm

Im Fördertopf des Programms "Ladeinfrastruktur vor Ort" stehen insgesamt 300 Millionen Euro bereit.

Viele Anträge für öffentliche Ladepunkte – Bürokratie als Bremse

Ein halbes Jahr nach Beginn des Förderprogramms "Ladeinfrastruktur vor Ort" sind laut Verkehrsministeriums gut 3.300 Anträge eingegangen. Dem VDA geht die Bewilligung und Installation aber zu langsam.

Kunden sollen ihre E-Autos auf Parkplätzen von Supermärkten, Hotels oder Restaurants aufladen können. Ein halbes Jahr nach Beginn eines Förderprogramms für Ladepunkte an solchen Orten sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums gut 3.300 Anträge eingegangen, das bisherige Fördervolumen liegt bei 180 Millionen Euro. Aus Sicht der Autoindustrie dauert es jedoch zu lange, bis die Ladepunkte tatsächlich installiert sind. "Hauptgrund ist zu viel Bürokratie", teilte der Branchenverband VDA mit.

Das Ministerium nannte am Freitag keine konkrete Zahl. "Erste Ladepunkte, deren Aufbau im Rahmen dieser Förderrichtlinie unterstützt wurde, sind bereits in Betrieb", hieß es nur. Wie viele der 3.300 Anträge bewilligt wurden, blieb offen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) geht von einem einstelligen Prozentsatz aus.

Insgesamt stehen im Programm "Ladeinfrastruktur vor Ort" 300 Millionen Euro bereit. Zu deutlich mehr Ladepunkten führte bislang ein anderes Programm, das Hauseigentümer bei der privaten Installation zu Hause bezuschusst. Mit Hilfe der Richtlinie "Ladeinfrastruktur an Wohngebäuden" sind nach offiziellen Zahlen bis Ende August 135.000 private Ladepunkte in Betrieb genommen worden.

"Vorhaben zum Bau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, besonders bei Schnellladesäulen, sind wesentlich komplexer", teilte das Ministerium mit. Neben technischen Gründen ergebe sich das aus notwendigen Genehmigungsverfahren und der Herstellung der Netzanschlüsse. Diese seien häufige Verzögerungsursachen. "Es kann nicht sein, dass Bürokratie die Transformation verlangsamt", sagte VDA-Geschäftsführer Joachim Damasky.

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

tankanzeige
19.10.2021

Tanktourismus

Hohe Spritpreise treiben Autofahrer über die Grenze

Die hohen Spritpreise lassen immer mehr Menschen zum Tanken über die Grenze fahren. Der Tanktourismus nehme in letzter Zeit wieder deutlich zu, hieß es am Dienstag vom Zentralverband des Tankstellengewerbes (ZTG). Und immer mehr Kunden nähmen auch längere Fahrten auf sich. + mehr

ryd digital einkaufen
19.10.2021

Digital tanken und einkaufen

Mit Ryd und MCS mobil im Tankstellen-Shop einkaufen

Ryd und MCS digitalisieren den Tankstellen-Shop. In Zukunft können Autofahrer über das Ryd Netzwerk erstmal auch mobil im Shop einkaufen. + mehr

19.10.2021

Spritpreise

Mittelstandsverband fordert Senkung der Mineralölsteuer

Die steigenden Kraftstoffpreise stellen sowohl für Verbraucher als auch die Wirtschaft zunehmend ein Risiko dar, warnt der Verband. Die Corona-Krise drohe nahtlos in eine "veritable Wirtschaftskrise" überzugehen. + mehr

zur Startseite

Systeme 2021

Systeme 2021

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2021

Cover_Innovation_2021

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2021

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon