Dienstag, 20.10.2020
07.04.2020
   

E-Mobilität

Kurt Sigl Automechanika Interview

Kurt Sigl, Präsident eMobilität, fordert mehr Tempo beim Umbau der Autoindustrie.

Mehr Tempo bei Umbau der Autobranche gefordert

Der Bundesverband eMobilität fordert von der Politik eine klare Priorität für Elektromobilität auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energien. Die Konsumenten müssten wissen, was die gesellschaftliche Richtung sein soll.

Der Bundesverband eMobilität hat Bundesregierung und Branche zu mehr Tempo beim Umbau der Autoindustrie aufgefordert. Präsident Kurt Sigl sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Genau wie die Regierung müssen auch Industrien, die jahrelang Milliarden an Gewinnen eingefahren haben und dividendengetrieben waren, die Weichen für einen neuen Kurs stellen. Das war vorher schon notwendig und jetzt durch Corona erst recht."

Sigl warnte die Branche davor, CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene aufweichen zu wollen. Für die Konzerne würden drohende Strafzahlungen geringer, wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge höher und der der Verbrenner geringer werde. Es müsse stattdessen politisch eine klare Priorität für Elektromobilität auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energien geben - etwa mit einer Anschubfinanzierung für Umbauprozesse bei Unternehmen sowie Fristen für den Verbrennungsmotor.

"Das alles braucht eine Informationslkampagne, damit die Konsumenten, der Bürger, weiß, was die gesellschaftliche Richtung sein soll." Außerdem müsse die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden, ebenso wie die erneuerbaren Energien. "Die Notwendigkeit zum Umbau der Industrie zu mehr Nachhaltigkeit bleibt hochaktuell." Die Automobilhersteller sollten den Hebel umlegen.

Die Corona-Krise trifft die Autobranche hart. Fabriken produzieren nicht mehr, die Nachfrage in wichtigen Märkten ist eingebrochen. "Wir stehen vor einer Herausforderung in bisher nie gekanntem Ausmaß", hatte die Präsidentin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller, gesagt. "In dieser einmaligen Ausnahmesituation ist Krisenmanagement gefragt, nicht das Führen von politischen Debatten." Mit Blick auf mögliche strengere CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene nach 2030 sagte Müller: "Wir müssen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise daher erst seriös bewerten, bevor wir über mögliche zusätzliche Belastungen sprechen." (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

kerze kerzenlicht trauer erinnerung
20.10.2020

ZTG

Trauer um Reinhold Urban

Der stellvertretende Vorsitzende des Zentralverbands des Tankstellengewerbes ist im Alter von 64 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. + mehr

Daimler eActros LongHaul
19.10.2020

Klimaneutraler Güterverkehr in Deutschland

140 Wasserstofftankstellen reichen

Mit Brennstoffzellenantrieben könnte der Lkw-Verkehr in Deutschland klimaneutral werden. Doch erfordert das eine neue Infrastruktur. Forscher haben jetzt simuliert, wie diese im Jahr 2050 aussehen müsste. + mehr

zukunft smiley positiv
17.10.2020

Umfrage

Energiebranche blickt trotz Pandemie positiv in die Zukunft

Eine große Mehrheit der Akteure im Energiebereich blickt zuversichtlich in die Zukunft, was die Einführung nachhaltiger Energietechnologien durch die Industrie in den nächsten 12 bis 18 Monaten angeht. + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2020

Sprit+ Innovation 2020

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 9/2020

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2020

Sprit+ Spezial Tankstellennetze 2020

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2020 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon