Freitag, 18.09.2020
18.06.2020
   

CO2-neutraler Straßenverkehr

Alternative Kraftstoffe

Alternative Kraftstoffe spielen für den ADAC eine wichtige Rolle für den Klimaschutz.

"Es braucht Lösungen für den Bestand"

Der ADAC setzt hinsichtlich eines CO2-neutralen Straßenverkehrs auf die Kombination mehrerer Möglichkeiten. Dabei spielen alternative Kraftstoffe eine wichtige Rolle.

Der ADAC fordert ein technologieoffenes Vorgehen bei der Umsetzung der Klimaschutzziele im Straßenverkehr. Ein CO2-neutraler Straßenverkehr lasse sich nur mit einer Kombination der Möglichkeiten erreichen, sagte der Technikpräsident des Automobilclubs, Karsten Schulze, anlässlich eines Experten-Gesprächs zur Mobilität. "Millionen Verbrenner sind auf deutschen Straßen unterwegs und haben noch eine lange Lebensdauer vor sich. Wenn die Klimaschutzziele im Verkehr erreicht werden sollen, braucht es eine Lösung für diesen Bestand."

Dabei unterstrich Schulze die Bedeutung alternativer Kraftstoffe für den Klimaschutz. Vor allem auf E-Fuels und Wasserstoff aus regenerativen Quellen setze der ADAC langfristig große Erwartungen. Für beide sprechen die gute Speicherfähigkeit sowie Synergieeffekte im Rahmen der Sektorkopplung von Strom, Wärmemarkt und Verkehr.

Darüber hinaus sei eine Reform der Kfz-Steuer zur Förderung eines klimaneutralen Verkehrs notwendig, die konsequent an CO2-Emissionen anknüpfe, betonte Schulze. Der vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung stelle einen grundsätzlich vertretbaren Kompromiss zwischen Anreizen für mehr Klimaschutz und bezahlbarer Mobilität dar.

Gegen weitere Verschärfung

"Der ADAC begrüßt, dass die Bundesregierung einen steuerlichen Bonus sowohl für elektrische wie auch für nicht-elektrische Fahrzeuge mit niedrigen CO2-Emissionen in ihren Vorschlag aufgenommen hat - damit wird es für einige Halter teurer", hieß es. Eine weitere Verschärfung des Gesetzentwurfs sehe man kritisch, denn auf Autofahrer kämen ab 2021 auch durch die CO2-Bepreisung zusätzliche Belastungen zu. Außerdem sei die Kfz-Steuer bereits durch die Umstellung des Prüfverfahrens zur Ermittlung der CO2-Emissionen von NEFZ auf WLTP für die meisten Pkw seit September 2018 teurer geworden.

Für entscheidend hält Schulze auch eine höhere Attraktivität des ÖPNV sowie eine Verbesserung der Radinfrastruktur. Dabei könne ein Verzicht auf das Auto nicht überall realisierbar sein, beispielsweise im ländlichen Raum. (tm)

 

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