Donnerstag, 09.07.2020
27.05.2020
   

Brennstoffemissionshandelsgesetz

CO2 Wolke

Bund und Länder haben eine Anhebung des Festpreises pro Emissionszertifikat beschlossen.

MEW fodert stärkere Berücksichtigung des Mittelstands

Das Kabinett hat das Brennstoffemissionshandelsgesetz verabschiedet. MEW-Vorstandsvorsitzender Duraid El Obeid appelliert an die Politik, die Sorgen des Mittelstands beim BEHG endlich ernst zu nehmen.

Am 20. Mai 2020 hat das Kabinett das überarbeitete Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz, BEHG) verabschiedet. Die Revision des BEHG war notwendig geworden, weil Bund und Länder im Dezember 2019 im Vermittlungsausschuss eine Anhebung des Festpreises pro Emissionszertifikat von zehn auf 25 Euro im Jahr 2021 und einen schrittweisen Anstieg auf 55 statt auf 35 Euro im Jahr 2025 beschlossen haben. Die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland (MEW) sieht dabei die Bedürfnisse des Mittelstands zu wenig berücksichtigt. „Wir appellieren an die Politik, die Sorgen des Mittelstands beim BEHG endlich ernst zu nehmen“, sagt MEW-Vorstandsvorsitzender Duraid El Obeid und ergänzt: „Der vermeintlich einfachen Erhebung eines festen CO2-Zuschlags stehen aus Sicht der Kraft- und Brennstoffunternehmen unnötige zusätzliche Bürokratielasten gegenüber.“ Mit der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) gäbe es beispielsweise eine Regelung, die umfassendes Berichtspflichten einschließe. Der BEHG sehe jedoch für die gleiche Tonne Kraftstoff nochmals ein weiteres Berichtssystem vor, statt jenes der THG-Quote zu nutzen. „Es besteht dringender Gesprächsbedarf, bislang finden unsere Vorschläge wenig Widerhall“, kritisiert El Obeid weiter. Der nationale Emissionshandel beziehe sich auf die Tonne Kraftstoff und unterscheide sich so nun einmal spürbar vom EU-Emissionshandel, der sich auf die Emissionen von Industrie- und Energieanlagen beziehe. (ab)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Westfalen-Tankstelle bietet erste Fahrrad-Servicestation in Gelsenkirchen
08.07.2020

"Zum Glück"

Westfalen-Tankstelle bietet erste Fahrrad-Servicestation

Die Westfalen-Tankstelle "Zum Glück" in Gelsenkirchen erweitert ihr Angebot: An der neuen Fahrrad-Servicestation können Fahrradfahrer Luft nachfüllen, kleinere Reparaturen vornehmen und ihr E-Bike aufladen. + mehr

07.07.2020

Förderung

Höhere E-Auto-Prämie gilt rückwirkend ab 3. Juni

Die deutlich erhöhte Kaufprämie für Elektroautos tritt an diesem Mittwoch in Kraft - und zwar rückwirkend für Autokäufe seit dem 3. Juni. + mehr

07.07.2020

Mobilitätsstudie

Corona hält E-Auto und Robotaxis nicht auf

Im Zuge der Corona-Krise sparen viele Automobilhersteller auch bei der Forschung. Der Durchbruch neuer Mobilitätsformen kommt trotzdem, sagt eine Unternehmensberatung.  + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2020

Sprit+ Innovation 2020

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 7/2020

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2020

Sprit+ Spezial Tankstellennetze 2020

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2020 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon