Donnerstag, 22.11.2018
05.11.2018
   

Telekom

Verteilerkästen sind eine einfache Möglichkeit, die Ladeinfrastruktur in Deutschland auszubauen.

E-Autos am Verteilerkasten laden

Verteilerkästen der Deutschen Telekom spielen in Deutschland künftig auch eine Rolle beim Ausbau der Elektromobilität. Die Idee bringt Vor-, aber auch Nachteile mit sich.

Die Deutsche Telekom hat am Montag in Bonn und Darmstadt erste öffentliche Stromtankstellen in Betrieb genommen, bei denen die Verteilerkästen fürs Internet und für Telefonate als Zwischenstation genutzt werden. Diese Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur erspare zusätzliche Aufbauten im Stadtbild, erklärte die Telekom. Die Ladesäulen selbst können bis zu zehn Meter vom Verteilerkasten entfernt sein.

Allerdings sollte man Zeit mitbringen: In einer Stunde gibt es den Angaben zufolge Strom nur für eine Reichweite von 50 bis 75 Kilometer, je nach Fahrzeugtyp. Ganz billig ist die Sache nicht: Eine Ladesession – egal wie leer die Batterie ist – kostet 7,89 Euro. Wie viele Verteilerkästen für die Zusatzfunktion umgebaut werden, wurde nicht bekannt – die Telekom wollte dies nicht sagen, da dies vom Ausgang von Genehmigungsverfahren abhängig sei. Solche Genehmigungen sind nötig, da die Kästen auf kommunalem Grund stehen. Klar ist aber, dass der Ausbau bundesweit erfolgen soll.

Kommunalpolitiker dürften das Vorhaben positiv sehen. So war Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch erfreut: Die Inbetriebnahme der drei Verteilerkästen-Ladeanlagen in Darmstadt sei "eine weitere, wichtige Wegmarke für die Entwicklung zur digitalen Modellstadt", erklärte der Grünen-Politiker.

Zusätzlich zu den grauen Kästen setzt die Telekom auf Schnell-Ladestationen, die neu gebaut werden. Vor ihrer Bonner Zentrale nahm die Firma am Montag nicht nur eine Verteilerkasten-Stromstation in Betrieb, sondern auch einen Schnell-Lader. Binnen drei Monaten sollen 100 solcher Stationen ans Netz gehen, in drei Jahren sollen es 500 sein. In zehn Minuten werden die Batterien den Angaben zufolge so aufgeladen, dass das E-Fahrzeug etwa 100 Kilometer weit kommt. Kosten: 14,49 Euro pro Ladesession. (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Biokraftstoffe
21.11.2018

Neue Biokraftstoff-Regeln

Keine Lebensmittel mehr für den Tank

Tank statt Teller: Das soll es in der EU künftig nicht mehr geben. Das Parlament hat nun das Aus für Biokraftstoff aus Raps, Rüben und Co. besiegelt. + mehr

21.11.2018

Übernahme von Road Account

UTA stärkt Mautgeschäft

Der europäische Mautmarkt wächst dynamisch. Mit der Übernahme des Geschäftsbereichs Road Account von AirPlus International will der Tankkarten-Spezialist von dieser Entwicklung maßgeblich profitieren. + mehr

Tankstelle leerlaufen
19.11.2018

Kraftstoffknappheit

Verband will Tanklaster an Sonntagen fahren lassen

Der niedrige Rheinpegel gilt als Hauptursache dafür, dass vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz Tankstellen leer laufen. Es kommt nun immer mehr auf Tanklaster auf der Straße an. + mehr

zur Startseite

Systeme 2018

Sprit+ Spezial Systeme 2018

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2018

Innovation Tankstelle 2018

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2018

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2018

Sprit+ Spezial Tankstellennetze

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2018 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon