Montag, 25.05.2020
05.11.2018
   

Telekom

Verteilerkästen sind eine einfache Möglichkeit, die Ladeinfrastruktur in Deutschland auszubauen.

E-Autos am Verteilerkasten laden

Verteilerkästen der Deutschen Telekom spielen in Deutschland künftig auch eine Rolle beim Ausbau der Elektromobilität. Die Idee bringt Vor-, aber auch Nachteile mit sich.

Die Deutsche Telekom hat am Montag in Bonn und Darmstadt erste öffentliche Stromtankstellen in Betrieb genommen, bei denen die Verteilerkästen fürs Internet und für Telefonate als Zwischenstation genutzt werden. Diese Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur erspare zusätzliche Aufbauten im Stadtbild, erklärte die Telekom. Die Ladesäulen selbst können bis zu zehn Meter vom Verteilerkasten entfernt sein.

Allerdings sollte man Zeit mitbringen: In einer Stunde gibt es den Angaben zufolge Strom nur für eine Reichweite von 50 bis 75 Kilometer, je nach Fahrzeugtyp. Ganz billig ist die Sache nicht: Eine Ladesession – egal wie leer die Batterie ist – kostet 7,89 Euro. Wie viele Verteilerkästen für die Zusatzfunktion umgebaut werden, wurde nicht bekannt – die Telekom wollte dies nicht sagen, da dies vom Ausgang von Genehmigungsverfahren abhängig sei. Solche Genehmigungen sind nötig, da die Kästen auf kommunalem Grund stehen. Klar ist aber, dass der Ausbau bundesweit erfolgen soll.

Kommunalpolitiker dürften das Vorhaben positiv sehen. So war Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch erfreut: Die Inbetriebnahme der drei Verteilerkästen-Ladeanlagen in Darmstadt sei "eine weitere, wichtige Wegmarke für die Entwicklung zur digitalen Modellstadt", erklärte der Grünen-Politiker.

Zusätzlich zu den grauen Kästen setzt die Telekom auf Schnell-Ladestationen, die neu gebaut werden. Vor ihrer Bonner Zentrale nahm die Firma am Montag nicht nur eine Verteilerkasten-Stromstation in Betrieb, sondern auch einen Schnell-Lader. Binnen drei Monaten sollen 100 solcher Stationen ans Netz gehen, in drei Jahren sollen es 500 sein. In zehn Minuten werden die Batterien den Angaben zufolge so aufgeladen, dass das E-Fahrzeug etwa 100 Kilometer weit kommt. Kosten: 14,49 Euro pro Ladesession. (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

22.05.2020

Corona

Unternehmen dürfen Sozialversicherungsbeiträge weiterhin stunden

Der vereinfachte Zahlungsaufschub von Sozialbeiträgen für Unternehmen und Selbstständige wird um den Monat Mai verlängert. Nach wie vor gilt: nur per Antrag und nur, wenn die betroffenen Betriebe andere Hilfen von Bund und Ländern bereits genutzt haben. + mehr

Wabenkanal von POS Tuning für Oral-Tabakprodukte
22.05.2020

Tabakregal

Neues von POS Tuning

POS Tuning hat auf der Euroshop 2020 neue Regallösungen vorgestellt. Zudem hat das Unternehmen Produkte zum Schutz vor dem Corona-Virus entwickelt. + mehr

22.05.2020

Schnellladenetz in Österreich

EnBW kooperiert mit Smatrics

Die Konzernmarke EnBW mobility+ und Smatrics wollen den nach eigenen Angaben österreichweit größten Ladenetz-Betreiber schaffen. + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2019

Sprit+ Innovation 2019

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 4/2020

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2020

Sprit+ Spezial Tankstellennetze 2020

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2020 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon