Samstag, 19.01.2019
05.11.2018
   

Telekom

Verteilerkästen sind eine einfache Möglichkeit, die Ladeinfrastruktur in Deutschland auszubauen.

E-Autos am Verteilerkasten laden

Verteilerkästen der Deutschen Telekom spielen in Deutschland künftig auch eine Rolle beim Ausbau der Elektromobilität. Die Idee bringt Vor-, aber auch Nachteile mit sich.

Die Deutsche Telekom hat am Montag in Bonn und Darmstadt erste öffentliche Stromtankstellen in Betrieb genommen, bei denen die Verteilerkästen fürs Internet und für Telefonate als Zwischenstation genutzt werden. Diese Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur erspare zusätzliche Aufbauten im Stadtbild, erklärte die Telekom. Die Ladesäulen selbst können bis zu zehn Meter vom Verteilerkasten entfernt sein.

Allerdings sollte man Zeit mitbringen: In einer Stunde gibt es den Angaben zufolge Strom nur für eine Reichweite von 50 bis 75 Kilometer, je nach Fahrzeugtyp. Ganz billig ist die Sache nicht: Eine Ladesession – egal wie leer die Batterie ist – kostet 7,89 Euro. Wie viele Verteilerkästen für die Zusatzfunktion umgebaut werden, wurde nicht bekannt – die Telekom wollte dies nicht sagen, da dies vom Ausgang von Genehmigungsverfahren abhängig sei. Solche Genehmigungen sind nötig, da die Kästen auf kommunalem Grund stehen. Klar ist aber, dass der Ausbau bundesweit erfolgen soll.

Kommunalpolitiker dürften das Vorhaben positiv sehen. So war Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch erfreut: Die Inbetriebnahme der drei Verteilerkästen-Ladeanlagen in Darmstadt sei "eine weitere, wichtige Wegmarke für die Entwicklung zur digitalen Modellstadt", erklärte der Grünen-Politiker.

Zusätzlich zu den grauen Kästen setzt die Telekom auf Schnell-Ladestationen, die neu gebaut werden. Vor ihrer Bonner Zentrale nahm die Firma am Montag nicht nur eine Verteilerkasten-Stromstation in Betrieb, sondern auch einen Schnell-Lader. Binnen drei Monaten sollen 100 solcher Stationen ans Netz gehen, in drei Jahren sollen es 500 sein. In zehn Minuten werden die Batterien den Angaben zufolge so aufgeladen, dass das E-Fahrzeug etwa 100 Kilometer weit kommt. Kosten: 14,49 Euro pro Ladesession. (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Zigarette, Schachtel, Tabak
18.01.2019

Tabak

Zigarettenabsatz leicht zurückgegangen

2018 war ein ruhiges Jahr für den Zigarettenmarkt: Laut statistischem Bundesamt ist der Absatz leicht zurückgegangen. + mehr

Prototyp der Co-Elektrolyse von Sunfire
18.01.2019

Power-to-X

Sunfire nimmt erste Co-Elektrolyse in Betrieb

Sunfire ist laut eigenen Angaben ein technologischer Durchbruch für die Energiewende gelungen: Die erfolgreiche Inbetriebnahme und der erfolgreiche Testbetrieb einer Hochtemperatur-Co-Elektrolyse seit November 2018 am Standort in Dresden. + mehr

Kooperation für mobiles Bezahlen beschlossen: Johannes Martens, CEO bei Thinxnet, Christian Krüger, Leiter Geschäftseinheit Tankstellen bei der Baywa, und Marco Weber, Business Development bei Thinxnet (v. l.).
18.01.2019

Mobiles Bezahlen

Baywa und Thinxnet beschließen Kooperation

Nutzer von Ryd Pay können künftig an den rund 100 Automatentankstellen der Baywa Kraftstoff tanken und diesen per Smartphone bezahlen. + mehr

zur Startseite

Systeme 2018

Sprit+ Spezial Systeme 2018

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2018

Innovation Tankstelle 2018

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 12/2018

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2018

Sprit+ Spezial Tankstellennetze

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2018 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon