Neue Prämie vorgestellt: E-Auto, Plug-in-Hybride, keine Gebrauchtwagen

19.01.2026 13:47 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Gebrauchte werden in 2026 nicht gefördert, für 2027 wird laut Umweltminister Carsten Schneider eine Einbeziehung geprüft.
© Foto: dpa/dts Agentur

Die neue E-Auto-Prämie soll nicht nur Käufer entlasten, sondern laut Umweltminister Carsten Schneider auch der deutschen Autoindustrie Rückenwind verschaffen. Die Förderung für BEV und PHEV gilt rückwirkend, Gebrauchtwagen werden nicht gefördert.

Die neue Kaufprämie für Elektroautos wird nach Einschätzung von Bundesumweltminister Carsten Schneider auch der deutschen Autobranche helfen. "Das ist ein starker Anschub für die Elektromobilität in Deutschland", sagte der SPD-Politiker. "Und es ist ein Anschub für unsere heimische Automobilwirtschaft, die starke Elektroautos im Angebot hat."

Schneider erwartet mehr günstige Autos 

Im vergangenen Jahr seien ungefähr 80 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos und Plug-in-Hybride aus europäischer Produktion gewesen, sagte Schneider. Plug-in-Hybride sind Autos, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. 

Auch die Top Ten der neu zugelassenen E-Fahrzeugmodelle zeigten, wie stark die deutsche Autoindustrie ist, so der Minister. "In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen." 

Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen vergangenes Jahr die elf am häufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos Fahrzeugmodelle aus dem VW-Konzern oder der BMW-Gruppe. Allen voran VWs ID.7 und ID.3. Bei Plug-in-Hybriden ist die Situation nicht ganz so deutlich, auch hier kommen aber sieben der zehn beliebtesten Modelle von BMW, Mercedes oder aus dem VW-Konzern. 

Wer weniger verdient oder Kinder hat bekommt mehr

Grundsätzlich gilt: Wer weniger verdient oder Kinder hat, soll stärker von der neuen Förderung für Kauf oder Leasing eines Elektroautos profitieren. Je nach persönlichen Umständen sind zwischen 1.500 und 6.000 Euro staatliche Unterstützung drin. 

Die Fördergrenze liegt bei einem Haushaltseinkommen von 80.000 Euro, bei zwei Kindern bei 90.000 Euro. Die Basisförderung liegt für reine Elektroautos bei 3.000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4.000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5.000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1.000 Euro. 

Förderung nicht nur für reine Elektroautos

Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit einem Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen. 

Damit Autos mit diesen Technologien förderfähig sind, dürfen sie nicht mehr als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung auf den Prüfstand, angedacht sind dann Vorgaben, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.

Lob und Kritik

In einem Schreiben an die Mitglieder bewertet der Verband der deutschen Automobilhändler (VAD) das Programm insgesamt als positiv: Gut sei, dass die Förderung jetzt starte, die Zielgruppen und Fahrzeugarten vergleichsweise breit gefasst seien und auf "Made in EU"-Vorgaben verzichtet werde. Kritisch sieht der VAD jedoch, dass Jahreswagen zunächst außen vor bleiben – hier wolle man weiter auf eine Anpassung drängen.

Weitere Reaktionen haben wir hier zusammengefasst.

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