Freitag, 22.11.2019
17.10.2019
   

Tank & Rast

Tank & Rast Ionity

Gemeinsam mit Ionity installiert Tank & Rast seit Mitte 2018 Ultraschnellladesäulen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt entlang der Autobahnen.

Erwartungen erfüllen

Andreas Rehm, Leiter Corporate Communications & Public Affairs bei der Tank & Rast, verrät im Interview, wie die ­Strategie seines Unternehmens in Sachen Elektromobilität aussieht.

Warum ist Tank & Rast im Bereich E-Mobilität aktiv?

Wir sehen uns als Mobilitätsdienstleister Nummer 1 an der Autobahn. Unsere Kunden erwarten zu Recht von uns ein vielfältiges Angebot, das zu ihren individuellen Bedürfnissen passt, zum Beispiel in der Gastronomie. Entscheidend für uns ist dabei, nicht nur deren heutige Erwartungen im Blick zu behalten, sondern auch die von morgen. So bauen wir ein deutschlandweites Ladesäulennetz an der Autobahn auf, auch wenn noch nicht jeder Elektromobilist ist. Wieso sollte sich schließlich ein Autofahrer für Elektromobilität entscheiden, wenn er sich nicht darauf verlassen kann, dass er sein Fahrzeug auf der Langstrecke laden kann? Mit unseren Ladesäulen bieten wir den E-Mobilisten Verlässlichkeit und verhelfen damit der Elektromobilität in Deutschland zum Durchbruch.

Dafür hat Tank & Rast eine Strategie für Elektromobilität entwickelt. Wie sieht diese aus?

In einem ersten Schritt haben wir 2015 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Partnern aus der Energiewirtschaft angefangen, 50-Kilowatt-Schnellladesäulen an unseren Standorten zu installieren. Das war damals schon „state of the art“ und ist noch immer eine gängige Leistung. Wir haben in den letzten Jahren bundesweit rund 330 Standorte in unserem Servicenetz mit Schnelllade­stationen ausgestattet und wir werden den weiteren Ausbau konsequent fortsetzen. Die Schnellladesäulen sind mit allen gängigen Fahrzeugmodellen kompatibel. Inzwischen haben wir auf diese erste Ausbaustufe eine zweite aufgesetzt: Zusätzlich zu dem dichten Netz aus Schnellladesäulen installieren wir gemeinsam mit Ionity seit Mitte 2018 Ultra­schnellladesäulen mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt. Unser Ziel ist es, an rund 80 Standorten eine Ultraschnellladeinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Aktuell haben wir von diesen 80 Standorten bereits über die Hälfte damit ausgestattet.

Ionity ist einer von mehreren Partnern von Tank & Rast. Wie sieht die Aufteilung aus?

Prinzipiell arbeiten wir mit vielen Partnern wie Innogy, Eon, EnBW und Ionity zusammen. Wir planen gemeinsam das Netz und überlegen uns, welche Standorte umgerüstet werden sollen. Wir wählen den konkreten Standort aus, wo die Ladesäule stehen soll. Den Bau und Betrieb übernimmt unser Partner – in diesem Fall Ionity. Wir stellen die Fläche zur ­Verfügung und werden von unseren Partnern finanziell beteiligt.

Nach welchen Kriterien wählen Sie die Standorte für die Ultraschnellladesäulen aus?

Man braucht natürlich den Platz für die ­Ladesäulen und Stellplätze für die Zeit des Ladevorgangs. Auch die technische Infrastruktur muss auf eine Ultraschnelllade­säule ausgerichtet sein. Da werden keine üblichen Hausanschlüsse verlegt, sondern letztendlich entspricht die Infrastruktur der eines Gewerbegebiets. Außerdem achten wir darauf, dass Ladesäulen möglichst dort entstehen, wo der ­Kundenbedarf am größten ist.

Wie können die Kunden an der Säule bezahlen?

Unsere Partner haben verschiedene Bezahlkarten und bieten alle gängigen Zahlungsmöglichkeiten an, die an der jeweiligen Säule genutzt werden können. Das Abrechnungssystem wird vom jeweiligen Betreiber der Ladesäule festgelegt und kann daher von Standort zu Standort variieren. In der Regel zahlt man aber an den meisten Lade­säulen derzeit pauschal pro Ladevorgang.

Wie viele Ladungen verzeichnet denn Tank & Rast?

Im Schnitt haben wir aktuell ein bis zwei Ladungen pro Tag pro Säule. Perspektivisch werden es immer mehr. Wichtig ist, dass wir schon jetzt in die Mobilität der Zukunft investiert haben. Und da denke ich, dass wir mit unserem Netz schon viel erreicht haben und von einer sehr guten Abdeckung sprechen können.

(Das Gespräch führte Annika Beyer; Der Artikel erschien in Sprit+ Ausgabe 10./11.2019.)

 

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