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Wahlkampf: Bündnis fordert Tempolimit nach Bundestagswahl

Einige Mitglieder des Bündnisses fordern neben Tempo 120 auf Autobahnen auch, die Geschwindigkeiten außerorts auf 80 und innerorts auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen.
© Foto: Oliver Berg / picture alliance / dpa

Die Diskussion um den Wahlkampf-Klassiker Tempolimit gewinnt an Fahrt - und Schärfe. Nach der Absage von Bundesverkehrsminister Scheuer spricht sich nun ein Bündnis aus Umweltverbänden, Verkehrssicherheitsverbänden und Polizeigewerkschaft für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen.


Datum:
13.07.2021
2 Kommentare

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Ein breites Bündnis aus Verbänden pocht auf ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen schon bald nach der Bundestagswahl. "Niedrigere Geschwindigkeiten senken den CO2-Ausstoß massiv und könnten tausende Leben retten", sagte die Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD, Kerstin Haarmann, am Dienstag in Berlin laut Mitteilung. Trotzdem kämpfe die "Raser-Lobby" gegen sicherere Autobahnen und die Politik mache es durch Nichtstun den Kommunen unnötig schwer, Tempo 30 einzuführen.

Dem Bündnis gehören Umweltverbände, die Gewerkschaft der Polizei NRW sowie Verkehrssicherheitsverbände an. Ein generelles Tempolimit ist politisch höchst umstritten. Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte Forderungen eine klare Absage erteilt. "Die Argumentation für ein generelles Tempolimit ist ein politisches Kampfinstrument, für manche sogar ein Fetisch", hatte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Die deutschen Autobahnen seien die sichersten Straßen der Welt.

Tempo 120 auf Autobahnen, 80 außerorts und 30 innerorts

Das Bündnis dagegen fordert neben einem generellen Tempolimit auf Autobahnen auch, die Höchstgeschwindigkeit außerorts auf 80 Stundenkilometer zu senken sowie innerstädtisch eine Regelgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer einzuführen. Alle demokratischen Parteien müssten sich schon jetzt für die Einführung eines generellen Tempolimits innerhalb der ersten 100 Tage ihrer möglichen Regierungsarbeit aussprechen. Die Bundestagswahl ist Ende September.

Mit einem strikt kontrollierten Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Tempo 30 in der Stadt ließen sich bis 2034 insgesamt bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 einsparen, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Michael Mertens von der Gewerkschaft der Polizei NRW sagte, wer die Zahl der schwer verletzten und getöteten Verkehrsunfallopfer senken wolle, komme an einem Tempolimit auf der Autobahn nicht vorbei. Der Vorsitzende des Umweltverbandes BUND, Olaf Bandt, sagte, eine Verringerung der Geschwindigkeiten trage dazu bei, dass Fahrradfahrende auf Straßen ohne Radweg weniger gefährdet werden. "So wird das Radfahren auf dem Land attraktiver."

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KOMMENTARE


Karl Seiler

15.07.2021 - 12:39 Uhr

Auch wenn es die VCG-Vorsitzende immer wiederholt: Niedrigere Geschwindigkeiten - vor allem auf Bundesautobahnen - werden den CO2-Ausstoß nicht "massiv", sondern nur geringfügig senken und nicht "tausende Leben retten", sondern nicht einmal Hunderte. Argumentieren kann man und (hinterfragenswerte) eigene Meinung auch vertreten - Übertreibungen bei Zahlen und Begriffen wie "Raser-Lobby" helfen aber nicht weiter.


Reimund Fischer

15.07.2021 - 17:16 Uhr

Die Reduzierung des Tempolimits in Ortschaften führt bei uns auf der Hauptstraße jetzt schon zu imensen Stauß id den Hauptzeiten. Es ist lauter geworden und die Abgaswerte dürften auch höher sein, denn viele müssen bei Tempo 30 in einem nidrigeren Gang fahren. Auf Autobahnen schleicht sich dann Langeweile un Müdigkeit ein, was zu extra Unfällen führt. Es wird dann noch mehr der Tempomat benutzt und der Autofahrer wird sich noch mehr mit anderen Dingen beschäftigen! Handy, Radio, CD-Spieler, Zeitung und was man sonst alles noch kennt.Hinzu kommt noch, dass dies weitere Arbeitsplätze kosten wird.


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