Steyr. Beinahe mit seinem Leben bezahlte ein 20-Jähriger einen Einbruch in eine Tankstelle im oberösterreichischen Steyr. Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) am Freitag berichteten, blieb der Mann blieb in einem Fenster stecken und drohte zu ersticken. „Es war eigentlich Zufall, dass ich früher, bereits um 6 Uhr zur Tankstelle gekommen bin“, sagte Pächter Peter Seidlinger den OÖN. „Ich entdeckte den Mann vier Meter über dem Boden in dem Toilettenfenster stecken. Der Mann flehte mich an: ‚Hilf mir, ich hatte schon zwei Darmverschlüsse, ich schaffe es nicht mehr lange.‘“ Seidlinger vergewisserte sich zunächst, ob der Einbrecher wirklich unbewaffnet ist und zog ihn dann ein Stück ins Freie. Ein Nachbar alarmierte sofort Polizei und Rettung, die Feuerwehr barg schließlich den Mann aus seiner misslichen Lage. „Bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde, fragte er mich noch, ob er wieder kommen darf“, sagte Seidlinger. „Natürlich, habe ich gesagt, aber dann bitte durch die Tür.“ In die Tankstelle in Steyr war bereits vor einem halben Jahr eingebrochen worden. Jetzt will der Tankstellenpächter das Fenster zur Toilette vergittern zu lassen. „Der Bursch hatte sich ohne Leiter vier Meter in die Höhe gehantelt. Das ist eigentlich unglaublich“, sagte Seidlinger. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen süchtigen Niederösterreicher, der mit dem Einbruch Geld für Drogen holen wollte. Weil er in seiner misslichen Lage derartige Schmerzen hatte, setzte er sich über dem Boden hängend auch eine Injektion. Anschließend muss der Verdächtige ins Gefängnis: Die Staatsanwaltschaft stellte einen Haftantrag. (ag)
Tankstellen-Einbrecher blieb in Fenster stecken
Pächter der Tankstelle im oberösterreichischen Steyr rettete das Leben des Mannes