Wiesbaden. Die deutschen Autofahrer haben 2008 weniger Kraftstoff verbraucht. Nach einer Analyse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der Konsum der privaten Haushalte im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 36,5 Milliarden Liter. Verglichen mit dem Jahr 2000 betrug der Rückgang 5,6 Prozent. Erklären lässt sich dieser Wert nach Angaben der Statistikexperten durch den gestiegenen Anteil verbrauchsärmerer Fahrzeuge: Demnach ging der Kraftstoffbedarf der in Deutschland gefahrenen Privat-Pkw zwischen 2000 und 2008 um 1,4 Prozent auf im Schnitt 7,6 Liter je 100 Kilometer zurück. Trotz des Verbrauchsrückgangs gaben die deutschen Haushalte laut Destatis im Jahr 2008 mehr für Kraftstoffe aus als im Vorjahr. Grund dafür sei der deutliche Preisanstieg in diesem Zeitraum um drei Prozent auf 46,8 Milliarden Euro. Die Kraftstoffpreise erhöhten sich zwischen 2007 und 2008 bei Superbenzin um 4,4 Prozent, bei Diesel sogar um 14 Prozent. Wegen der sinkenden Nachfrage gehen die Mineralölkonzerne für die Zukunft von Überkapazitäten aus. Wie hoch die Überkapazitäten in Europa genau sind, sei schwer zu schätzen, sagte BP-Deutschlandchef Uwe Franke der Financial Times Deutschland. „Bis 2020 oder 2030 rechnen wir mit ungefähr 20 bis 30 Prozent. Es werden Raffinerien schließen müssen.“ (ag)
Kraftstoffverbrauch: Autos verbrauchen weniger
Kraftstoffkonsum deutscher Privathaushalte sinkt um 2,3 Prozent