Bis Ende September 2009 sind in Deutschland elf prozent mehr Unternehmen insolvenz gegangen als im Vorjahr. In Bayern sogar um fast 20 Prozent – meldet das Statistische Bundesamt. Ein Lichtblick: Kleinbetriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern und Selbständigen ist es offenbar einigermaßen gelungen durchzuhalten. Hochgerechnet auf 2009 prognostiziert das Statistische Bundesamt über 34.000 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Das bedeutet nach Schätzung des Bundes der Selbständigen (BdS) Bayern für den Freistaat, dass sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bis Jahresende auf rund 4.200 erhöhen wird. BdS-Präsident Wickenhäuser: „Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat eine tiefe Schneise in die bayerische Wirtschaft geschlagen. Die verbleibende Substanz ist anfällig für neue Stürme geworden. Der Staat wie die Banken müssen daher alles tun, um eine drohende Kreditklemme im nächsten Jahr zu verhindern.“ Je kleiner das Unternehmen ist, desto geringer ist das Risiko einer Insolvenz. Kapitalgesellschaften hat es härter als Personengesellschaften und Einzelunternehmen getroffen. Bereits länger am Markt etablierte Betriebe erweisen sich in der Krise als robuster – so lauten drei weitere Ergebnisse der offiziellen Insolvenzstatistik für Deutschland.
Kleine Unternehmen behaupten sich noch am besten: 34.000 Betriebe gehen insolvent
In diesem Jahr dürften in Deutschland rund 34.000 Unternehmen insolvent gehen, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders hart getroffen ist Bayern.