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Interview PWM: "Wunsch nach Differenzierung ist ein Trend"

Max Krawinkel, Geschäftsführer von PWM, sagt: „Der Kunde will sich zunehmend durch die Preisanzeige vom Wettbewerb differenzieren.“
© Foto: Annika Beyer

Sprit+ sprach mit Max F. Krawinkel, Geschäftsführer von PWM, über den Wunsch der Tankstellenunternehmer nach Differenzierung und welche Folgen das für den Preisanzeigenhersteller hat.


Datum:
08.04.2016
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Herr Krawinkel, welche Trends sehen Sie aktuell im Preisanzeigenmarkt?
Der Wunsch nach Differenzierung ist definitiv ein Trend. Die Tankstellenunternehmer wollen sich immer mehr mit ihrem Preismast und ihrem Erscheinungsbild vom Wettbewerb abheben. Dabei gehen manche über die Technologien wie etwa Jet mit den E-Paper-Preisanzeigen. Andere wollen die ­Differenzierung  über die Farben erreichen. Hier hat zum Beispiel Total mit weißen Ziffern begonnen, andere ziehen jetzt nach. Unsere ­Herausforderung ist es, diese Wünsche nach Individualisierung möglichst einfach und kostengünstig für den Kunden umzusetzen.

Wie machen Sie das?
Wir haben zum Beispiel eine Multicolour-Ziffer entwickelt, die über 2.000 Farben anzeigen kann. Mit dieser großen Auswahlmöglichkeit kann wiederum der Kunde spielen. Dieser Zifferntyp erfordert aber mehr elektronische Bauteile, weshalb sich auf lange Sicht die Monocolor-Ziffer allein aus Kostengründen durchsetzen wird. Wir werden also sehen, welche Farben sich als Trend herauskristallisieren und können darauf basierend später Mono­colour-An­zeigen entwickeln.

Neben Farbe und Größe der Ziffern gibt es viele verschiedene Technologien – von der Segment- über Rollenband- bis zur LED-Anzeige. Welcher Technologie gehört Ihrer Meinung nach die Zukunft?
Aktuell dominiert die LED-Anzeige mit einem Marktanteil von etwa 80 Prozent. Dabei profitiert unsere vergleichsweise kleine ­Branche von den Weiterentwicklungen und Innovationen aus dem Automobilbereich. Ob das in fünf oder in zehn Jahren immer noch so sein wird, hängt davon ab, inwieweit sich neue Technolo­gien wie die E-Paper-Anzeige vor allem preislich gegen LED durchsetzen können. Auch sogenannte organische LED (OLED) könnten eine Option werden. Es ist also schwer, jetzt schon vorherzusagen, welche Technologie in zehn Jahren den Markt beherrscht. Ich denke, dass es weiterhin ein Nebeneinander geben wird.

Wie funktioniert eine OLED?
Eine normale LED beziehungsweise SMD (deutsch: oberflächenmontiertes Bauelement) muss auf einem festen Leiterplattenmaterial montiert werden. Eine OLED kann hingegen auf hauchdünnen, flexiblen Folien aufgebracht werden, das heißt, es sind biegbare und rollbare Anzeigeelemente vorstellbar. Sie haben eine gute Energieeffizienz, einen hohen Kontrast mit großem Ablesewinkel und benötigen keine weitere externe Lichtquelle wie vergleichs­weise die E-Paper-Technologie. Allerdings steht diese Technologie noch am Anfang.

Sie sind zwanzig Jahre in der Branche tätig. Haben Sie eine Lieblingspreisanzeige?
Meiner Meinung nach war der Fina-Turm vom Design her zur damaligen Zeit am fortschrittlichsten. Er ähnelte einem Segel, das vorne spitz zuläuft und hinten bau­chig wird. Er war sehr anspruchsvoll vom ­Design und auch von der Umsetzung her. Als Total das Fina-Netz aufgekauft hat, ist der Preisturm aber leider vom Markt verschwunden.  

(Das Gespräch führte Annika Beyer. Sprit+ Ausgabe 4)

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