Preiserhöhungen bei Heizöl und Kraftstoffen haben die Teuerung in Deutschland 2010 angeheizt. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Verbraucherpreise im Vergleich zu 2009 jedoch "nur" um 1,1 Prozent. Damit blieb die Inflation moderat und die – aufgrund vorläufiger Daten errechnete – Jahresrate 2010 bleibt erheblich unter dem langjährigen Durchschnitt, teilt das Statistische Bundesamt mit. Sie liegt außerdem weit unter der Warnschwelle von 2,0 Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewahrt sieht. Für das laufende Jahr erwarten Volkswirte ebenso Werte unter der kritischen Marke von 2,0 Prozent, unter anderem weil es an der Lohnfront ruhigbleiben dürfte. Allerdings könnte die Geldflut der Notenbanken zur Bekämpfung von Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise die Inflation mittelfristig anheizen. Mehrere Bundesländer meldeten Ende Dezember 2010 teils deutliche Preissteigerungen für Energie, aber auch für Lebensmittel. In Hessen trieben Preiserhöhungen vor allem für Öl und Benzin die jährliche Inflationsrate im Dezember mit 1,5 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Nordrhein-Westfalen meldete mit 1,8 Prozent Inflation für Dezember den höchsten Wert in diesem Jahr. Dagegen ging der Wert in Bayern nach dem Höchststand im November zum Jahresende wieder etwas zurück: auf 1,6 Prozent. (dpa/beg)
Geringe Inflation: Das Leben ist kaum teurer geworden
Im Schnitt erhöhten sich die Verbraucherpreise zum Vorjahr um moderate 1,1 Prozent. Das liege vor allem an den kräftigen Preiserhöhungen bei Heizöl und Kraftstoffen.