Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der Uniti Autobesitzer in Deutschland zu aktuellen Themen rund ums Auto befragt. 86 Prozent der Autobesitzer finden, dass die Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe in Deutschland zu hoch sind, so ein Ergebnis der Umfrage. In Deutschland machen Steuern und Abgaben in der Regel rund 50 bis 60 Prozent des Preises an der Zapfsäule aus. Die Bundesrepublik liegt damit EU-weit auf einer Spitzenposition, was die Belastung aus den regulären nationalen Sätzen für Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe angeht. Die Folge: Obwohl die Preise für Diesel und Benzin in Deutschland nach Abzug aller staatlich bedingten Preisbestandteile niedriger als in fast allen EU-Nachbarländern liegen, müssen die Kunden an der Tankstelle hierzulande dennoch vergleichsweise viel für Kraftstoffe zahlen. Die am 1. Oktober 2026 eingeführte temporäre Absenkung des Energiesteuersatzes auf Kraftstoffe bedeutet nur eine Verringerung der Abgabenlast um wenige Prozentpunkte. Der Anteil von Steuern und Abgaben an den Kraftstoffpreisen in Deutschland bleibt im EU-Vergleich hoch.
Abschaffung der 12-Uhr-Regel
60 Prozent der Befragten fordern die Abschaffung der 12-Uhr-Regel. Auch Uniti spricht sich klar gegen diesen Eingriff in die freie Preisbildung und in die unternehmerische Freiheit aus.
Aus für das Verbrenner-Aus
81 Prozent der Umfrageteilnehmer finden, dass die Bundesregierung im Straßenverkehr nicht ausschließlich Elektromobilität fördern sollte. Ein De-facto-Neuzulassungsverbot für Verbrenner ab 2035 in der EU unterstützen lediglich 29 Prozent der Befragten. 60 Prozent fordern dagegen, dass sich die Bundesregierung bei der EU für die Rücknahme des Zulassungsverbots neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor einsetzt.
Die Autobesitzer selbst zeigen sich offen in der Antriebsfrage: Wenn sie möglichst klimafreundlich Auto fahren und dabei zwischen einem mit erneuerbaren Kraftstoffen betriebenen Verbrenner und einem Elektroauto wählen müssten, würden sich 48 Prozent für den Verbrenner und 46 Prozent für das Elektroauto entscheiden. Mehr als zwei Drittel der Autobesitzer (72 Prozent) befürchten zudem den Verlust von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie in Deutschland, wenn Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verboten werden.
Uniti-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn: "Die Ergebnisse der forsa-Umfrage zeigen, dass sich die Politik in Deutschland in ihrem Handeln und ihren Positionen weit von den Anliegen und Interessen der vielen Millionen Autofahrer hierzulande entfernt hat. Die Bundesregierung sollte dringend gegensteuern."