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Ernährungsreport 2017: So isst Deutschland

Der Ernährungsreport zeigt, wie Ernährung, Einkauf und Kochen in den modernen Arbeits- und Lebensalltag integriert sind und dass Essen mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme.
© Foto: heiKzenon/stock.adobe.com

Im Rahmen des Ernährungsreports hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesernährungsministers 1.000 Deutsche nach ihren Ernährungsgewohnheiten und -wünschen befragt.


Datum:
25.01.2018
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Wenn es ums Essen geht, soll es vor allem schmecken (99 Prozent) und gesund sein (89 Prozent). Dieses Ergebnis aus dem Ernährungsreport 2017, für den das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rund 1.000 Menschen ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt hat, ist wenig überraschend. Im Vergleich zu 2015 legen allerdings immer mehr Befragte Wert auf eine einfache und schnelle Zubereitung (55 Prozent). Besonders die 19- bis 29-Jährigen haben keine Zeit zu verlieren (72 Prozent). Entsprechend greift deutlich mehr als die Hälfte der unter 30-Jährigen
gern schon mal zur Tiefkühlpizza oder zum Fertiggericht (19- bis 29-Jährige: 60 Prozent, 14- bis 18-Jährige: 54 Prozent). Dagegen ist die fixe Vorbereitung für die über 60-Jährigen weniger wichtig (47 Prozent).

Am liebsten essen die Deutschen Fleischgerichte (53 Prozent), gefolgt von Nudel-und Pasta-Variationen (38 Prozent). Auf Platz drei liegen Gemüsegerichte (20 Prozent), gefolgt von Fisch (16 Prozent), Suppe oder Eintopf (15 Prozent), Kartoffelgerichten (14 Prozent) und Pizza (13 Prozent).

Und wo essen die Deutschen in der Mittagspause? In der Kantine oder im Restaurant? Die Antwort lautet: aus der Brotbox. Denn die klare Mehrheit der Erwerbstätigen, Schüler oder Studierenden bringt sich täglich beziehungsweise sehr häufig lieber Essen von zu Hause mit (57 Prozent). Im vergangenen Jahr waren es sogar noch etwas mehr Befragte (65 Prozent). Den regelmäßigen Weg in die Kantine nimmt nur jeder Fünfte und nur jeder Zwanzigste geht häufig ins Restaurant. Rund ein Fünftel der Befragten lässt die Mittagspause sogar ganz ausfallen beziehungsweise isst gar nichts. Dennoch gibt es keinen Grund zum Klagen: Vier von fünf Deutschen sind mit ihrer Verpflegungssituation zufrieden oder sehr zufrieden.

Wer außer Haus Geld für den Mittagstisch ausgibt, zahlt im Schnitt 6,20 Euro. Männer geben etwas mehr aus (6,80 Euro) als Frauen (5,40 Euro), Schüler sind weitaus spendabler (7,80 Euro) als Studierende (4,90 Euro).

Forsa fragte außerdem danach, welche Kriterien beim Einkauf eine Rolle spielen: Demnach ist nach dem persönlichen Geschmack (97 Prozent) die regionale Herkunft (73 Prozent) das wichtigste Kaufkriterium, gefolgt von Produktinformationen und Preis (je 57 Prozent).

Beim Thema Trendlebensmittel wie Smoothies oder veganen Produkte gehen die Meinungen auseinander: Während gut die Hälfte Superfood eher für eine Modeerscheinung hält, tut nur noch einer von fünf Befragten vegane Produkte als Trendfood ab. Glutenfreie (73 Prozent) und vor allem laktosefreie Lebensmittel (81 Prozent) gelten bei der großen Mehrheit der Deutschen inzwischen als Produkte, die auch langfristig im Regal stehen werden. (ab)

Hier finden Sie den vollständigen Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

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