Eine wachsende Flotte an Elektroautos hierzulande könnte in Zukunft einen der größten Schwachpunkte in der Energiewende helfen, auszubügeln. Ein vom Autoriesen Volkswagen koordinierter und vom Bund geförderter Test soll 2014 ausloten, ob E-Fahrzeuge mit ihren Batterien als intelligente Zwischenspeicher im Stromnetz taugen. Das teilten die Beteiligten am 30. Mai mit. Mit dabei sind neben VW auch Fraunhofer-Forscher, Lichtblick und der Solarexperte SMA.
Wenn bei Wind und Sonne die Wind- und Solarkraft viel Strom produzieren, sollen die Autos als Abnehmer dienen. Umgekehrt - bei Flaute und nachts oder bei trübem Wetter - sollen sie als Reserve ins Netz liefern. Diese cleveren Schwarmbatterien auf Rädern funktionieren freilich nur, wenn die Wagen gerade nicht fahren und auch ans Netz angeschlossen sind.
Der Pilotversuch, der 2014 mit 20 batteriebetriebenen VW-Autos in Berlin anläuft, hat noch ein weiteres Ziel. Da die Wagen im Netz als Speicher Dienstleistungen erbringen, ließe sich damit Geld verdienen. Und das wiederum könnte eine Schwachstelle der E-Mobilität wettmachen: Die noch teuren Batterien.
Die 20 Testpiloten erhalten 2014 eine Ladestation an ihrem Wohn- und Arbeitsort. Per Smartphone geben sie Laden und Entladen frei. Der Versuch muss viele Probleme klären. Etwa, was mit spontanen Fahrten ist, wenn die Batterie nach Einspeisungen gerade leer ist. Auch die Batterie-Ingenieure müssen eine harte Nuss knacken: Denn dass E-Autos auf Knopfdruck auch einspeisen können, ist Neuland. (dpa/kak)