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Aktuelles aus der Waschbranche: Nachhaltig waschen

Optimales Waschergebnis, schnelle Durchläufe und sparsamer Mitteleinsatz stehen im Fokus von Christ.
© Foto: Christ

Der Auftritt der Waschbranche auf der Automechanika war überschaubar. Trotzdem gab es Neuheiten zu entdecken. Auch abseits der Messe gibt es im Herbst Neuentwicklungen von den Anbietern für Waschtechnik.

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Eine Messe dient unter normalen Umständen auch dazu, sich einen Marktüberblick zu verschaffen. Das war in diesem Jahr auf der Automechanika pandemiebedingt schwierig. Lediglich die großen Player der Waschbranche mit internationalen Verknüpfungen waren vor Ort. Die Chemiebranche verzichtete weitgehend auf einen Messeauftritt.

Bei Otto Christ stand das neue Waschportal Alpha im Vordergrund. Nach Cadis und Vega folgt mit der Alpha die nächste Portalanlage der neuen, geräteübergreifenden Christ-DNA mit neuem Design und zeitsparenden Waschabläufen. Als Schwestermodell der Vega ist die Alpha technisch identisch aufgebaut, etwa bei der Steuerung, Dosierung oder den Programmoptionen. Größter Unterschied ist die Anordnung der Waschwalzen. Während die Vega noch in der klassischen Christ Anordnung mit der Dachwalze hinter dem Portalrahmen und Seitenbürsten davor auftritt, hat Christ mit der Alpha auf die unterschiedlichen Kundenansprüche reagiert und die Konfiguration der Walzen umgekehrt, sodass die Dachwalze vor dem Rahmen sitzt, die Seitenbürsten dahinter. So kann die Alpha die Seitenverkleidungen (Blades) für bewegte Displays nutzen, die Vega dagegen die Blende vor der Dachbürste.

Durch eine verbesserte Luftführung konnte die Gebläseleistung um 20 Prozent gesteigert werden, ohne die Motorleistung von zwei mal vier Kilowatt zu erhöhen. So ist bei der Vega optional eine Seitentrocknung bis 190 cm Höhe möglich, ohne dass der Luftstrom schwächer wird. Gleiches gilt für die neue, um 15 cm verbreiterte Auslassöffnung des Dachtrockners, der damit das Wasser über die Dachkante und an der Fahrzeugseite hinunter wegbläst. Außerdem konnte Christ die Waschgeschwindigkeit über schnellere Verfahrund Hubantriebe deutlich steigern, die Hubantriebe für Dachwalze und -gebläse sowie die Übermittenwäsche am Heck arbeiten jetzt doppelt so schnell. 

Beim Augsburger Waschanlagenhersteller Washtec stand die neue digitale Plattform Mywashtec.com im Fokus. Sie dient künftig als digitale Schaltzentrale für den smarten Betrieb von Waschanlagen und umfasst vier Module. Mit My.carwash haben die Betreiber jederzeit den Überblick über die Effizienz ihrer Anlage. Über My.shop kann die gesamte Produktpalette an Chemie, Ersatzteilen und Marketingartikeln rund um die Uhr bestellt werden. My.Easycarwash ermöglicht als App die Bezahlung per Smartphone. Und das Modul My.Smartsite erlaubt dem Betreiber schließlich den Fernzugriff via Smartphone oder Tablet zur Steuerung verschiedenster Funktionen, etwa Licht und Temperatur zur Energie- und Kosteneinsparung.

Die Datenauswertung der ersten Anwender ergab Energiekosten-Einsparungen von bis zu 20 Prozent. Die Chemie-Tochter Auwa hat außerdem die komplette Waschchemie unter Umwelt aspekten optimiert und versieht sie künftig mit dem Eco-Label Auwa Green Car Care.

Reinigungsspezialist Kärcher präsentierte auf der Automechanika als Neuheit eine neue Powerschaumlanze für den SB-Bereich, die Fahrzeuge besonders schnell mit voluminösem Reinigungsschaum überzieht. Die Lanze kann nicht nur an jedem SBWaschplatz nachgerüstet werden, sondern eröffnet auch die Möglichkeit für drei zusätzliche Waschprogramme (Schaum, Felge, Wachs) und ist besonders bedienerfreundlich gestaltet. Die passende Chemie liefert Kärcher auf Wunsch dazu.

In den Laboren der Duisburger Traditionsmarke Caramba entstanden drei neue Produkte der X-Line-Serie, die laut Hersteller das Finish in der Waschanlage revolutionieren. Mit Dryforce, Polishforce und Waxforce, oder von Caramba kurz „die Finishforce“ genannt, steht seit Oktober eine Produktreihe zur Verfügung, die in puncto Glanz, Farbtiefe und Lackschutz andere Produkte deutlich übertreffen soll. So soll nach internen Tests die Politur Polishforce eine um elf Prozent glattere Oberfläche erzeugen als Wettbewerbsprodukte. In Kombination mit dem Trockner Dryforce und dem Wachs Waxforce entstehen so auch an Tagen mit hohem Kundenaufkommen und schneller Taktung, bei kurzen Aufrisszonen oder schwierigen Gebläse-Konfigurationen perfekte Waschergebnisse.

Mit der Bag-in-Box bietet Dr. Stöcker seinen Kunden nun eine nachhaltige Alternative zum herkömmlichen 25-LiterKanister an. Bei der Bag-in-Box handelt es sich um einen stabilen Außenkarton aus umweltfreundlicher Pappe und einem innenliegenden 20-Liter-Folienbeutel, der im Vergleich zum Kanister aus rund 90 Prozent weniger Plastik besteht. Neben dem ökologischen Aspekt und dem Imagegewinn als nachhaltige Waschanlage ergeben sich für den Anlagenbetreiber auch rein praktische Vorteile. Denn 90 Prozent weniger Plastik heißt auch 90 Prozent weniger leere Kanister und somit mehr Platz in der Waschanlage. Der Außenkarton kann zusammengefaltet im Papiermüll entsorgt werden. Die leeren Folienbeutel sind ultraflach und nehmen nur einen Bruchteil des üblichen Lagerplatzes für übereinandergestapelte leere Kanister ein.

Sonax hat mit dem neuen Profiline CC One eine Erweiterung des Programms modernster Versiegelungsprodukte für Profis und ambitionierte Autopflegefans in den Markt gebracht. Die Innovation aus der Forschung und Entwicklung des Neuburger Unternehmens schließt eine Lücke zwischen simplen Wachsanwendungen und den komplexen Keramikversiegelungen Profiline CC 36 sowie Profiline CC Evo. Je nach Pflegeverhalten beträgt die Standzeit von CC One bis zu 15 Monate; über diesen gesamten Zeitraum soll der Lack des Automobils mit dem neuen Produkt auf Basis der innovativen Si-Carbon Technology perfekt konserviert sein, und das bei einem sehr zeitsparenden, einstufigen Anwendungsprozess. (dv)

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