Deutsche trinken nicht mehr Bier. Aber auch nicht weniger. In den ersten drei Monaten 2012 setzten Brauereien und Bierlager wie im Vorjahreszeitraum rund 20,8 Millionen Hektoliter des Gerstensafts ab. Das teilte das Statistische Bundesamt am 27. April in Wiesbaden mit. "Langfristig geht der Bierabsatz in Deutschland stetig zurück", sagte eine Statistikerin. Vor zehn Jahren hatten die Brauereien und Bierlager von Januar bis März noch 24 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt.
Die Zahlen der Statistiker beinhalten weder alkoholfreie Biere noch Malzgetränke. Importe aus Ländern außerhalb der Europäischen Union wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.
Weiter zulegen konnten dagegen Biermischgetränke mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen. Ihr Absatz stieg im Jahresvergleich fast um ein Viertel (plus 24,3 Prozent) - allerdings auf niedrigem Niveau von 0,8 Millionen Hektolitern oder 3,8 Prozent am gesamten Bierabsatz.
Ihre Getränke verkauften die Brauereien und Bierlager überwiegend im Inland (84,0 Prozent). Jedoch sank der Inlandsabsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um 0,3 Prozent auf 17,5 Millionen Hektoliter. 2,3 Millionen Hektoliter (-1,9 Prozent) wurden in EU-Ländern verkauft, 1,0 Millionen Hektoliter (+11,0 Prozent) in Drittländer.
Nach früheren Angaben des Statistikamtes geben die Verbraucher in der Biernation Deutschland auch weniger Geld für Bier aus: Demnach drosselten sie ihre Ausgaben für das vermeintliche Lieblingsgetränk zwischen 1991 und 2011 preisbereinigt um 13,8 Prozent. (dpa/kak)