Obamas Fazit: Ölpest noch nicht überwunden

21.04.2011 16:06 Uhr
Barack Obama kündigt an: Die Schuldigen der Ölpest werden zur Veranwortung gezogen.

Die Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sind nach den Worten des US-Präsidenten Barack Obama längst nicht ausgestanden.

Ein Jahr nach der Deepwater-Horizon-Katastrophe zog Barack Obama Bilanz: "Wir haben wichtige Fortschritte gemacht, aber die Arbeit ist nicht erledigt", sagte der US-Präsident am 20. April, dem ersten Jahrestag der Ölpest, in Washington. Noch immer seien fast 2.000 Helfer im Einsatz, um die gewaltigen Schäden für Umwelt und Wirtschaft zu beseitigen. "Das katastrophale Ereignis hat das Leben von Millionen Amerikanern stark beeinflusst, von örtlichen Fischern über Besitzer von Restaurants und Hotels bis zu kleinen Unternehmen." Die Ölpest hatte am 20. April vorigen Jahres mit der Explosion der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor der Küste des Staates Louisiana begonnen, bei der elf Arbeiter starben. Rund 780 Millionen Liter Rohöl strömten ins Meer, bis die Quelle in 1.500 Metern Tiefe im August geschlossen werden konnte. Zwischenzeitlich kämpften 48.000 Menschen gegen die Ölmassen, die mehr als 1.000 Kilometer Küste verschmutzten. "Wir werden BP und andere schuldige Parteien weiterhin voll für die Schäden und die schmerzhaften Verluste zur Verantwortung ziehen", sagte Obama. Aggressive Reformen sollten helfen, den für die heimische Energieproduktion notwendigen Ausbau der Ölförderung im Golf von Mexiko sicher und verantwortlich zu gestalten. (dpa/kak)

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