Nur neun Autos pro Monat gekauft: Ernüchternde Bilanz beim Elektroauto-Absatz in Deutschland

13.12.2011 09:28 Uhr
Wirklich beliebt sind Elektrofahrzeuge wohl nur auf dem Volksfest.
Schuld am Umherschlingern beim Thema Elektomobilität soll die Regierung sein.

Eine der Hauptursachen für den ausbleibenden Erfolg sieht Dudenhöffer in den Förderprogrammen der Bundesregierung: "Es dauert sehr lange, bis Wettbewerbe definiert werden und dann Projekte genehmigt sind."

Die Elektroauto-Bilanz des Jahres 2011 in Deutschland sieht einer Studie zufolge ernüchternd aus. In den ersten elf Monaten des Jahres seien gerade mal 1.808 Elektroautos neu auf die Straße gebracht worden, sagte Auto-Forscher Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Sonntag. Die Bilanz werde noch nüchterner, wenn man die Elektroautos zähle, die von Privaten zugelassen worden seien: "Ganze 101 Elektroautos wurden in elf Monaten von Privatkunden gekauft", sagte Dudenhöffer der Nachrichtenagentur dpa. In Deutschland seien 92 Prozent der wenigen Exemplare bei Autobauern, Autohändlern oder Unternehmen wie etwa Stromkonzernen neu zugelassen worden. Weltweit kamen laut der CAR-Studie in diesem Jahr etwas mehr als 50.000 Elektroautos neu auf die Straße. An allen verkauften Pkw weltweit hat Deutschland einen Anteil von 5 Prozent, an den weltweit verkauften Elektroautos 3 Prozent. Eine der Hauptursachen sieht Dudenhöffer in den Förderprogrammen der Bundesregierung: "Es dauert sehr lange, bis Wettbewerbe definiert werden und dann Projekte genehmigt sind. So wird es von April 2011 bis Januar 2012 dauern, bis die ersten Förderskizzen für den Schaufenster-Wettbewerb für Elektromobilität eingereicht werden." Im November 2008 hatten die vier Bundesministerien für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Forschung erklärt, Deutschland solle "Leitmarkt für Elektromobilität" werden. (dpa/beg)

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