Venezuela will die Talfahrt des Ölpreises stoppen. Das südamerikanische Land werde sich in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dafür einsetzen, dass der Preis nicht weiter fällt, sagte Außenminister Rafael Ramírez am Mittwoch (8. Oktober) bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Zum genaueren Vorgehen äußerte sich Ramírez dabei nicht.
Rohöl ist zuletzt immer billiger geworden - entgegen Befürchtungen einer möglichen Verknappung und steigender Preise durch die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine. Experten zufolge drückt vor allem ein zu hohes Angebot weiterhin auf den Preis.
Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch (8. Oktober) kostete ein Barrel Öl (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 89,37 Dollar. Das waren 1,03 Dollar weniger als am Montag. Das Ölkartell berechnet seinen sogenannten Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten.
Venezuela und Russland arbeiten im Ölsektor eng zusammen. Ramírez bezeichnete die Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosneft als hervorragend. Rosneft hat eine Förderlizenz für ein Ölfeld im Orinoco-Gürtel. Venezuela ist einer der weltgrößten Ölproduzenten.
In der Ukraine-Krise unterstütze Venezuela Russlands Kurs für eine Lösung des Konflikts, sagte Ramírez. Die EU und die USA haben Russland wegen der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim und wegen seiner Unterstützung für die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine mit Sanktionen belegt. Die Strafmaßnahmen des Westens lehne sein Land ab, sagte der venezolanische Außenminister. (dpa/beg)
89,37 Dollar pro Barrel: Venezuela will weiteren Sturz des Ölpreises verhindern
Venezuela will die Talfahrt des Ölpreises stoppen. Das südamerikanische Land werde sich in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dafür einsetzen, dass der Preis nicht weiter fällt, so Außenminister Rafael Ramírez.