Dienstag, 26.05.2020
14.05.2020
   

Studie

LNG-Tankstelle für LKW

Öko-Institut fordert nach Studie ein Ende der LNG-Lkw-Subventionen.

Öko-Institut fordert Ende der LNG-Lkw-Subventionen

Das Öko-Institut ist nach einer gemeinsamen Studie mit dem International Council on Clean Transportation zu dem Schluss gekommen, dass LNG-Lkw ungefähr gleich viel Treibhausgase wie Diesel-Lkw erzeugen und fordert ein Ende der Subventionen.

Der Großteil der Lkw, die mit verflüssigtem Erdgas fahren, verursacht ungefähr gleich viel Treibhausgase wie Diesel-Lkw. Zu diesem Urteil kommt das Öko-Institut nach einer gemeinsamen Studie mit dem International Council on Clean Transportation und fordert deshalb ein Ende der staatlichen Subventionen für LNG-Lkw. Den Ergebnissen der Studie zufolge entweichen beim Verbrennen des Erdgases, aber auch beim Tanken und bei der Produktion des Flüssigerdgas Methan. Ein Treibhausgas, das eine deutlich stärkere Wirkung auf das Klima besitzt als CO2, so das Öko-Institut.

Übersicht der kritisierten Förderungen

Mit dem Argument, einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen zu leisten, könnten Spediteure für die Anschaffung von Lkw mit LNG-Motor eine Förderung von jeweils 12.000 Euro pro Lkw erhalten. Die Bundesregierung förderte so laut Öko-Institut bislang 713 LNG-Lkw mit einer Gesamtsumme von mehr als 8,5 Millionen Euro.

Daneben sind dem Institut zufolge LNG-Lkw zusätzlich bis Ende des Jahres von der Lkw-Maut befreit und werden durch einen zeitlich befristet abgesenkten Energiesteuersatz gefördert. In Summe kann die Förderung mit den bestehenden Subventionen eines LNG-Lkw der Studie zu Folge innerhalb einer Nutzungszeit von fünf Jahren bis zu 74.000 Euro betragen. Würde die Befreiung von der Lkw-Maut bis Ende 2023 verlängert werden, würde sich die Förderung demnach um weitere 60.000 Euro erhöhen.

Die Studie können Sie unter folgendem Link kostenlos in englischer Sprache als PDF herunterladen: https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/LNG-in-trucks.pdf. (ja)

 

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