Mittwoch, 20.11.2019
09.07.2019
   

Software

Connectoor The Retail Marketeers Academy

Dank Responsive Design lässt sich Connectoor auf dem Computer ebenso ­nutzen wie auf dem Tablet und ­Smartphone.

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Connectoor von The Retail Marketeers Academy

Den Überblick über veröffentlichte Stellenanzeigen und den aktuellen Stand im Bewerbungsprozess behalten und dabei DSGVO-konform ­vorgehen, das verspricht das E-Recruiting-Tool Connectoor.

Die Suche nach neuen Mitarbeitern wird in der Tankstellenbranche zunehmend schwieriger: mehr Konkurrenz um weniger Bewerber, dazu bürokratische Hürden
wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und viele verschiedene Arten von Plattformen für die Stellenausschreibung. Kleine Unternehmen oder einzelne Betreiber können diese Anforderungen schnell überfordern.

Abhilfe will das E-Recruiting-Tool Connectoor schaffen. Es unterstützt den Arbeitgeber auf zwei Arten: als Bewerbermanagementsoftware und als Multipostingsystem. „Die meisten Lösungen auf dem Markt sind Bewerbermanagement­lösungen“, weiß Andreas Müller. Der ­Geschäftsführer der Schulungsfirma The Retail Marketeers Academy meint damit Software, die dabei hilft, schon eingegangene Bewerbungen zu verarbeiten. Aber: „Gerade bei Tankstellenbetreibern ist das Problem: Ich will nicht nur Bewerbungen verarbeiten, sondern ich will erstmal welche erhalten“, gibt Müller zu Bedenken.

Verbreitung per Knopfdruck

Um die Anzahl der Bewerbungen zu erhöhen, ist Connectoor als Multipostingsystem entwickelt worden. In der Software legt der Nutzer die offenen Stellen an und stellt dann mit Schaltern ein, wo sie erscheinen sollen. Mögliche Ziele sind die eigene Karriereseite auf der Homepage, Facebook oder Online-Jobbörsen wie ­Indeed oder Monster, je nach Nutzungsmodell gibt es mehr oder weniger Möglichkeiten. Damit erhöht das System die Sichtbarkeit auf Mobilgeräten und die Reichweite von Stellenanzeigen, sodass die Tankstelle mehr potenzielle Bewerber erreicht.

Die zweite Funktion der Software, das Bewerbermanagement, kann man dagegen bereits in der Gratisversion nutzen. Müller empfiehlt die Funktion allen Tankstellen, um sicher DSGVO-konform vorzugehen. Ein Beispiel: Bei anonymisierten Mail-Adressen wie „info@“ ist dem Bewerber unklar, wer seine Bewerbung liest. Unter DSGVO-Gesichtspunkten ist das bereits kritisch und könnte die Aufmerksamkeit von Abmahnanwälten erregen, warnt er. Besser ist eine Adresse wie „bewerbung@“, noch besser ein konkreter Name.

Problematisch kann außerdem das Weiterleiten von Bewerbungsunterlagen von einem Betreiber an einen Stationsleiter sein. Dann liegt die Mail bereits in zwei Postfächern, auf den Servern des Mailanbieters werden Sicherungskopien erstellt, möglicherweise wird noch mit Cloud-­Anbietern gearbeitet. Dieser Umstand ist deshalb kritisch, weil ein Bewerber laut DSGVO das Recht hat zu erfahren, wo und welche Daten über ihn gespeichert sind und diese löschen zu lassen. Mit Connectoor löst der Betreiber dieses Problem, denn sämtliche Bewerberdaten sind ausschließlich in der webbasierten Software gespeichert. Ist eine Bewerbung eingegangen, verschickt die Software eine automatische Bestätigung an den potenziellen neuen Mitarbeiter sowie eine Benachrichtigung an den Arbeitgeber.

Ein überzeugter Anwender ist Abdülkadir Karavar. Er übernahm im Februar 2019 spontan eine Shell-Station mit nur zwei Mitarbeitern in Teilzeit und auf Aushilfsbasis im bayerischen Illertissen. Mitte Januar begann er mit der Personalsuche. Da er neu in der Branche war, konnte er auf keine alten Kontakte zurückgreifen. Das erste Team von fünf Festangestellten fand Karavar durch die Software. Von den derzeit elf Mitarbeitern an der Station sind sieben Connectoor-Mitarbeiter. „Es kommen so viele Bewerbungen, man kann sich die Mitarbeiter aussuchen“, erzählt der Betreiber. Vor allem als studentische Aushilfen bewerben sich mehr, als Karavar einstellen kann. Für seine zweite Station ist er so bereits bestens gerüstet.

(Autorin: Julia Richthammer; Der Artikel erschien in Sprit+ Ausgabe 7/2019.)

Connectoor im Überblick

Das Bewerbermanagement von Connectoor können Anwender bereits in der Gratisversion nutzen. Damit verwaltet man die Bewerbungen DSGVO-konform, hat jedoch keine Reichweite für die Anzeigen über die eigene Homepage hinaus. Das Starterpaket von Connectoor kostet 190 Euro im Jahr und ermöglicht es, drei Stellenanzeigen zeitgleich zu verwalten. Bei der kostenpflichtigen Buchung auf Stellenbörsen gibt es Rabatte, die Facebook-Integration ist aber nicht möglich. Die Premium-Version kostet 590 Euro im Jahr. Das Paket beinhaltet zehn Stellenanzeigen, die gleichzeitig veröffentlicht werden können, sowie einen eigenen Facebook-Stellenmarkt für die Fanpage. Gegen eine einmalige Gebühr übernehmen Connectoor-Berater die Einrichtung der Software, passen das System an das Firmendesign an, richten Benutzer ein und übernehmen Texte des Kunden. (jr)

 

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