Sonntag, 26.09.2021
07.07.2020
   

Orangegas

Orangegas Germany steigt zum größten Anbieter beim Betrieb von CNG-Stationen in Deutschland auf.

Neuer Branchenführer bei CNG-Tankstellen

Orangegas Germany übernimmt 75 Stationen des Oldenburger Energiedienstleisters EWE, der sich im Mobilitätsbereich künftig komplett auf den Elektroantrieb konzentrieren will.

Neuordnung im deutschen CNG-Markt: Orangegas Germany hat 75 Tankstellen für Compressed Natural Gas des Oldenburger Energiedienstleisters EWE gekauft. Durch die Übernahme steigt das Unternehmen zum Marktführer beim Betrieb von CNG-Stationen in Deutschland auf. Insgesamt gehören nun 125 Stationen zum Orangegas-Verbund. Der Schwerpunkt liegt dabei in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Thüringen und Brandenburg.

Zur Wachstumsstrategie von Orangegas gehöre, die Tankstellen für Nutzfahrzeuge vom Transporter bis zum schweren Lkw zu optimieren und gezielt Kunden aus der Transport- und Logistik-Branche zum Umstieg von fossilem Diesel-Fahrzeugen auf den Gasantrieb mit regenerativem Bio-CNG zu überzeugen, sagte Gründer und CEO Marcel Borger. Er rechne mit einem Umsatzplus von rund 15 Prozent.

Die Übernahme gebe nicht nur bisherigen Kunden weiterhin Versorgungssicherheit, sondern sei auch ein starkes Signal, die Marktaktivitäten im CNG-Bereich weiter auszubauen, hieß es weiter. Insbesondere Flottenkunden, die Transportbranche und Busse könnten von der zugleich kostengünstigen und umweltschonenden Mobilität mit CNG profitieren. Borger kündigte an, zum "größten Anbieter für saubere Kraftstoffe in Nordwesteuropa" werden zu wollen.

Große Nachfrage nach klimaschonender Mobilität

Orangegas setzt gemäß der Unternehmensphilosophie vor allem auf "grüne Kraftstoffe", hier also ausschließlich abfallstämmiges BioCNG. "Grünes Gas, BioCNG in Deutschland, ist ein zu 100 Prozent erneuerbarer Kraftstoff und hat ein großes Wachstumspotenzial", betonte Wijtze Bakker, Geschäftsführer der deutschen OrangeGas-Tochter. Unternehmen stünden zunehmend unter Druck, ihre Ankündigungen für saubere Mobilität in die Tat umzusetzen. BioCNG sei der "schnellste, wirtschaftlichste und praktischste Hebel für Transportunternehmen, um die CO2-Emissionen in ihrem Kerngeschäft massiv zu reduzieren".

EWE begründete den Komplettausstieg aus dem CNG-Geschäft mit einem stärkeren Fokus auf die batterie- und wasserstoffgetriebene Elektromobilität. Dafür habe man eigens die Gesellschaft EWE Go gegründet. Sie sei bereits heute im Nordwesten Deutschlands mit über 800 Ladepunkten Marktführer im Betrieb von E-Ladesäulen, hieß es.

Im Rahmen des Projekts "Hyways for Future" will EWE im Konsortium mit rund 90 Partnern aus Industrie und Politik den Markthochlauf von regenerativ erzeugtem Wasserstoff vorantreiben. Im ersten Schritt stehen dabei beispielhafte Anwendungen von Wasserstoff im Mobilitätssektor – mit Fokus auf den Schwerlastverkehr – im Mittelpunkt. (rp)

 

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