Donnerstag, 22.11.2018
30.11.2017
   

Netzverkauf

Esso von Wachstum überzeugt

Exxonmobil wollte sein deutsches Esso-Tankstellennetz an mehrere neue Eigentümer verkaufen. Das sollte ein schnelleres Wachstum ermöglichen. Doch auch mit dem alleinigen Käufer EG Deutschland soll das nun gelingen.

Exxonmobil ist sich sicher, dass das angestrebte Wachstum mit dem Verkauf des deutschen Tankstellennetzes an die EG Deutschland möglich ist. "Der Unterschied zur aktuellen Situation ist, dass EG, anders als Esso, kein vollintegrierter Mineralölkonzern ist. Insofern sind wir davon überzeugt, dass EG das Wachstumskonzept, das uns vorgestellt wurde, insgesamt auch umsetzen kann", sagte Pressesprecher Stephan Voigt, räumte aber auch ein: "Natürlich kommt es aber auch für EG auf den jeweiligen Einzelfall an."

Auf der Jahreshauptversammlung des Farbenverbands IG Esso am 16. Juni hatte Esso-Tankstellenleiter Alexander Hentschke den Pächtern und Händlern die neue Strategie von Exxonmobil für Deutschland dargelegt: Esso Deutschland wollte das Netz komplett an drei bis vier neue Eigentümer verkaufen, sich jedoch weiter um die Markenpflege und die Kraftstoffbelieferung kümmern. Die neuen Eigentümer, die Branded Wholesaler, hätten dann aufgrund ihrer Netzgröße von 200 bis 300 Tankstellen die Möglichkeit, schneller zu wachsen, als es Esso Deutschland möglich sei. Die deutsche Rechtsprechung verhindere, dass die großen Mineralölkonzerne große Netzzukäufe realisieren können, damit sich die Oligopol-Situation auf dem deutschen Tankstellenmarkt nicht verschärft. Obwohl das Esso-Netz jetzt nur an einen Käufer übergehen wird, glaubt Exxonmobil trotzdem, dass das angestrebte Wachstum rechtskonform ist.

Für die Mitarbeiter der Esso-Deutschland hat der Verkauf unterschiedliche Folgen. "Ein Teil unserer Mitarbeiter aus dem Tankstellenbereich wird auch weiterhin für Esso arbeiten, schließlich werden wir einen noch stärkeren Fokus auf die Marke Esso und das Marketing legen. Andere Mitarbeiter werden aller Voraussicht nach gemäß gesetzlicher oder auch vertraglicher Regelungen auf EG übergehen, wo ihr Know-how stark gefragt sein wird", erklärte Voigt. Der Zeitpunkt des Übergangs sei noch nicht entschieden. (ms)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Biokraftstoffe
21.11.2018

Neue Biokraftstoff-Regeln

Keine Lebensmittel mehr für den Tank

Tank statt Teller: Das soll es in der EU künftig nicht mehr geben. Das Parlament hat nun das Aus für Biokraftstoff aus Raps, Rüben und Co. besiegelt. + mehr

21.11.2018

Übernahme von Road Account

UTA stärkt Mautgeschäft

Der europäische Mautmarkt wächst dynamisch. Mit der Übernahme des Geschäftsbereichs Road Account von AirPlus International will der Tankkarten-Spezialist von dieser Entwicklung maßgeblich profitieren. + mehr

Tankstelle leerlaufen
19.11.2018

Kraftstoffknappheit

Verband will Tanklaster an Sonntagen fahren lassen

Der niedrige Rheinpegel gilt als Hauptursache dafür, dass vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz Tankstellen leer laufen. Es kommt nun immer mehr auf Tanklaster auf der Straße an. + mehr

zur Startseite

Systeme 2018

Sprit+ Spezial Systeme 2018

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2018

Innovation Tankstelle 2018

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2018

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2018

Sprit+ Spezial Tankstellennetze

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2018 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon