Freitag, 15.11.2019
06.01.2017
   

Nach Diesel-Update

Adblue-Zapfsäule für Pkw an Westfalen-Tankstelle

Volkswagen will Besitzern der betroffenen Autos jeweils Gutscheine für fünf neue Füllungen des "AdBlue"-Tanks spendieren.

"AdBlue"-Verbrauch steigt bei VW-Modellen

Mit der Harnstofflösung lässt sich der Stickoxid-Ausstoß bei Dieselmotoren wirksam reduzieren. Bei 145.000 Konzernmodellen werden nach der Nachrüstung mehr Füllungen notwendig.

Einige Modelle des VW-Konzerns werden nach der Umrüstung im Zuge des Dieselskandals mehr Zusatzstoffe zur besseren Abgasreinigung verbrauchen. Bei hunderttausenden 2,0-Liter-Dieseln mit sogenanntem SCR-Katalysator könne der Verbrauch der Harnstofflösung "AdBlue" nach dem Software-Update in der Werkstatt steigen, sagte ein Volkswagen-Sprecher am Freitag.

Zuvor hatte das Internetportal Motor-talk.de darüber berichtet. Betroffen sind in Deutschland rund 145.000 Autos vorwiegend der Modelle Audi Q5 und Seat Alhambra sowie VW Passat und VW Sharan. Volkswagen will den Besitzern der Autos jeweils Gutscheine für fünf neue Füllungen des "AdBlue"-Tanks spendieren.

"AdBlue" wird in den betreffenden Modellen im Abgasstrang zugegeben und reagiert unter bestimmten Bedingungen mit den gesundheitsgefährdenden Stickoxiden (NOx) – so soll deren Ausstoß verringert werden. Für typgenehmigungsrelevante Fahrzeugwerte wie den Spritverbrauch und die CO2-Emissionen hat VW versichert, dass durch die Software-Umrüstung keine Verschlechterungen entstehen.

"Keinerlei negative Auswirkungen"

Dabei soll es auch bleiben. "Eine 'AdBlue'-Verbrauchsabweichung hat keinerlei negative Auswirkungen auf andere typgenehmigungsrelevante Fahrzeug-Eigenschaften wie den Kraftstoffverbrauch, die Motorleistung oder die Abgas- und Geräusch-Emissionen", sagte ein Sprecher. Auf die gesamte Lebenszeit bezogen seien nach der Umrüstung in der Werkstatt nur einzelne wenige zusätzliche "AdBlue"-Füllungen notwendig.

Es handelt sich um einen genormten Zusatzstoff, der unter anderem an Tankstellen und in Werkstätten gekauft werden kann. Laut "Autobild" sprechen die meisten Autohersteller beim "AdBlue"-Verbrauch von rund zwei Prozent des Dieselverbrauchs – bei fünf Litern Diesel wären das etwa 0,1 Liter "AdBlue" auf 100 Kilometer. Aktuell kostet ein Liter "AdBlue" etwa an Frankfurter Tankstellen rund 60 Cent. (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

LNG tanken an Westfalen-Tankstelle
13.11.2019

Netzausbau

Westfalen-Gruppe plant weitere LNG-Tankstellen

Für den schweren Fernverkehr ist Liquefied Natural Gas die einzige aktuell verfügbare Kraftstoffalternative zu Diesel. Allerdings gibt es in Deutschland derzeit nur wenige LNG-Tankstellen. Die Westfalen-Gruppe will das ändern. + mehr

13.11.2019

Europäischer Pkw-Markt

Diesel weiter im Sinkflug

In Deutschland hat sich der Diesel zuletzt leicht erholt, in Europa verliert er weiter an Boden. E-Autos hingegen konnten aber überall zulegen. + mehr

Mirko-Alexander Kahre, neuer Director Communications, Marketing und Customer Experience bei der DKV
12.11.2019

Personalie

DKV verstärkt Marketing- und Kommunikationsaktivitäten

Am 1. Dezember 2019 wird Mirko-Alexander Kahre neuer Director Communications, Marketing und Customer Experience beim europäischen Flotten- und Mobilitätsdienstleister. + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2019

Sprit+ Innovation 2019

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2019

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2019

Sprit+ Spezial Tankstellennetze

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2019 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon