Samstag, 29.01.2022
07.07.2020
   

Mobilitätsstudie

Autonome Autos könnten sich bis Ende des Jahrzehnts durchsetzen.

Corona hält E-Auto und Robotaxis nicht auf

Im Zuge der Corona-Krise sparen viele Automobilhersteller auch bei der Forschung. Der Durchbruch neuer Mobilitätsformen kommt trotzdem, sagt eine Unternehmensberatung. 

Die Corona-Krise verzögert die Entwicklung des autonomen Fahrens und des E-Autos, wird sie aber nicht lange aufhalten. Das zumindest prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Company. Für 2024 rechnet sie mit dem endgültigen weltweiten Durchbruch der Elektromobilität und mit den ersten kommerziellen Roboterauto-Diensten.

In der Kostenbilanz erreicht das E-Auto der Studie zufolge noch im laufenden Jahr das Niveau konventioneller Fahrzeuge. Und sie werden noch günstiger: Für 2025 rechnen die Experten mit Akku-Kosten von 85 Euro pro Kilowattstunde – rund ein Drittel weniger als noch 2018. Darüber hinaus wächst das Angebot an E-Modellen ständig, bis 2025 um weitere mehr als 200 Fahrzeuge. Darunter ein steigender Anteil in der Klein- und Kompaktklasse.

Noch mehr Zeit benötigt das autonome Fahren bis zu seiner endgültigen Etablierung – erste Fahrzeuge könnten laut der Studie bereits 2024 in den Einsatz gehen, in der Breite wird das Roboterauto aber erst gegen Ende des Jahrzehnts verfügbar sein. Der Anteil autonomer Autos an den Neuzulassungen steigt der Prognose zufolge bis 2030 in Nordamerika auf neun Prozent steigen, in Europa auf sechs Prozent und im Raum Asien-Pazifik auf vier Prozent. In der folgenden Dekade bis 2040 können sich diese Werte mehr als vervierfachen.

Bis dahin seien aber noch Herausforderungen zu meistern, so die Studie. Etwa die Allwettertauglichkeit der Technik und das Beherrschen unübersichtlicher Verkehrssituationen. Zudem fehlten bislang weitgehend verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen. Auch die Kosten müssten noch fallen. Diese belaufen sich für Robotaxis derzeit auf rund 65.000 Euro, könnten aber bis 2030 nach Bain-Analysen um mehr als 85 Prozent auf dann 8.000 bis 10.000 Euro fallen. (SP-X)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Logo_ohne_Text_Fuels_of_The_Future
28.01.2022

Kraftstoffe der Zukunft 2022

Technologiefenster für alle Alternativen öffnen

Auf dem 19. Fachkongress für erneuerbare Mobilität drehte sich fünf Tage alles um neue Trends und Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Kraftstoffe. Die fünf veranstaltenden Verbände der deutschen Biokraftstoffwirtschaft begrüßten mehr als 500 Teilnehmende auf dem digitalen Fachkongress. + mehr

Hans_Wenck_Geschaeftsfuehrer_AFM
28.01.2022

Begrenzt verfügbare Biokraftstoffe treiben Kraftstoffpreise in die Höhe

Biokomponenten in Benzin und Diesel sind rar und teuer. Ihr Mindestanteil im Kraftstoff wird aber in den kommenden Jahren EU-weit per Gesetz kontinuierlich erhöht, um CO2 im Verkehr zu reduzieren. Als Folge ist damit zu rechnen, dass Angebot und Nachfrage weiter aus dem Lot geraten. + mehr

Wiesbaden_ESWE_Ladestation_1180
27.01.2022

ADAC

Schilder-Wirrwarr an öffentlichen Ladestationen

Nicht immer geht eindeutig hervor, wie lange tatsächlich geparkt und geladen werden darf. Dies zeigt der ADAC am Beispiel Wiesbaden. + mehr

zur Startseite

Systeme 2021

Systeme 2021

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2021

Cover_Innovation_2021

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 12/2021

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon