Donnerstag, 16.07.2020
21.06.2017
   

MEW

Power-to-Liquid

Sie diskutierten über Power-to-Liquids: Sebastian Becker (Sunfire), Steffen Dagger (MEW), Christian Küchen (MWV) und Jakob Seiler (VDA).

Vollelektrifizierung nicht der richtige Weg

Die Mittelständische Energiewirtschaft unterstrich bei einer Veranstaltung das Potenzial von Power-to-Liquid als klimafreundliche Alternative.

Die Mittelständische Energiewirtschaft (MEW) befasste sich bei einer Veranstaltung in Berlin mit den Perspektiven für Power-to-Liquids (PTL). Aus erneuerbarem Strom, Wasser und Kohlenstoffdioxid lassen sich schon heute klimaneutrale Kraftstoffe herstellen.

Steffen Dagger, Hauptgeschäftsführer des MEW, rief vor 70 Zuhörern dazu auf, die bereits heute vorhandene Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe weiter zu nutzen und nicht, wie von manchen Teilen der Politik gefordert, ausschließlich auf Elektrifizierung zu setzen. „Synthetische Kraftstoffe aus Grünstrom sind eine klimafreundliche Alternative zur Vollelektrifizierung als alleinigem Lösungsansatz. Auch deshalb werden flüssige Kraftstoffe noch lange wichtiger Bestandteil des Energiemixes bleiben. Die Politik muss hier aber Rahmenbedingungen schaffen“, appellierte Dagger.

Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), stellte vor, wie aus grünem Strom Kraftstoff werden kann. Er betonte, dass erneuerbare Kraftstoffe nicht nur für die Mobilität wichtig seien, sondern dass strombasierte Kohlenwasserstoffe für viele Branchen relevant seien und daher auch eine hohe industriepolitische Bedeutung für den Standort Deutschland hätten.

Jakob Seiler vom Verband der Automobilindustrie (VDA) erläuterte, dass wirksame Emissionsminderungen im Verkehr das Zusammenspiel von Elektromobilität, neuen Kraftstoffen und
weiteren Maßnahmen erfordere. (ms)

 

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