Sonntag, 21.07.2019
09.02.2017
   

Markttransparenzstelle

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Das Bundeskartellamt empfiehlt den Verbrauchern, Kraftstoffpreise zu vergleichen: "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen."

Kraftstoffpreise steigen und fallen häufiger

Vier bis fünf Preissenkungen, knapp zwei Erhöhungen pro Tag: So häufig verändern sich die Preise an deutschen Tankstellen. Das Bundeskartellamt sieht die Verbraucher in der Pflicht, Druck auf die Mineralölunternehmen auszuüben.

Die Anzahl der Preiserhöhungen pro Tag hat an deutschen Tankstellen zugenommen. Im Durchschnitt wurden die Preise für Super E5 zwischen 1,63mal und 1,83mal am Tag erhöht. 2015 waren es nur zwischen 0,85 und 1,06 Erhöhungen gewesen. Das ist eins der Ergebnisse, die das Bundeskartellamt in seinem dritten Jahresbericht zur Tätigkeit der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) vorgestellt hat.

Preissenkungen hingegen fanden an einer Tankstelle durchschnittlich zwischen 4,02mal und 5,32mal (2015: 2,95mal und 4,21mal) pro Tag statt. Als Grund für die häufigeren Preishebungen und -senkungen machte das Kartellamt die "seit Sommer 2015 zu beobachtende mittlerweile weit verbreitete Mittagsanhebung" aus. Zur Mittagszeit heben viele Tankstellen die Preise an der Zapfsäule um einige Cent an. 

Nichts geändert hat sich an der Empfehlung für den Verbraucher, zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zu tanken. Zu diesen Uhrzeiten sind die Preise am günstigsten. Außerdem rät Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Möglichst nicht nachts tanken, hier sind die Preise meist am höchsten. Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Wochentagen, selbst an Ostern und Pfingsten ist es nicht mehr auffallend teurer als an anderen Tagen."

Die MTS-K registrierte weiterhin erhebliche Preisunterschiede im Tagesverlauf: Zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Kraftstoffpreis innerhalb einer Stadt können Unterschiede von bis zu 30 Cent pro Liter bestehen. Berücksichtigt man die Spitzenpreise in der Nacht nicht, kann der Unterschied immer noch um die 20 Cent pro Liter betragen. An ein und derselben Tankstelle oszillieren die Preise um die zehn Cent im Schnitt. Mundt sagt: "Die hohen Preisunterschiede verdeutlichen, dass es sich lohnt, die Daten der Markttransparenzstelle zu nutzen. Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen. Den Erfolg der Markttransparenzstelle haben die Verbraucher damit ein Stück weit selbst in der Hand.“

Für den Bericht wurden die Kraftstoffpreise für E5, E10 und Diesel zwischen Dezember 2015 bis Ende Mai 2016 ausgewertet. Die MTS-K erfasst seit ihrer Einführung im Regelbetrieb am 1. Dezember 2013 die Preise von allen meldepflichtigen Tankstellen in Deutschland. Derzeit sind es 14.750 Stationen. Die Daten veröffentlicht die MTS-K nicht selbst, sondern stellt sie für Verbraucher-Informationsdienste zur Verfügung. (ms)

Den ausführlichen Bericht können Sie auf der Seite des Bundeskartellamts nachlesen.

 

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