Dienstag, 30.11.2021
26.03.2019
   

Klimaschutz

Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV)

MWV-Hauptgeschäftsführer Küchen unterstützt die im Zwischenbericht vorgesehene Prüfung eines CO2-Preises im Verkehr.

MWV bewertet Zwischenbericht der Verkehrskommission positiv

Der Mineralölwirtschaftsverband bezeichnet den Zwischenbericht der Verkehrskommission als „gute Basis für den weiteren Klimaschutz im Verkehr“.

Die Nationale Plattform zur Zukunft der Mobilität (Verkehrskommission) hat in ihrem Zwischenbericht Wege für einen umfassenden Klimaschutz im Verkehrssektor aufgezeigt, die die Aspekte Bezahlbarkeit, Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfungsketten in Deutschland einbeziehen. „Der Bericht der Verkehrskommission ist eine gute Basis für den weiteren Klimaschutz im Verkehr“, kommentiert Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), den Bericht. Positiv zu bewerten sei, dass die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen für fortschrittliche Biokraftstoffe (Biofuels) und für klimaneutrale synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) zu schaffen, klar adressiert wurde. Küchen ist Mitglied der Kommission.

Zu E-Fuels und Biofuels bestätigt der Bericht, dass flüssige regenerative Kraftstoffe auch langfristig notwendig sind, um die Pariser Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Das gilt etwa bei schweren Lkw sowie im Luft- und Seeverkehr. Für Pkw sind sie eine Option im Wettbewerb mit der Elektromobilität. Der Bericht hält fest, dass Biofuels und E-Fuels gut transportiert, gespeichert und in die bestehende Tankinfrastruktur integriert werden können. „Bei Pkw und Lkw kann der Markthochlauf am ehesten gelingen. Es ist daher Aufgabe der Politik, im Rahmen der Verkehrswende die neuen, klimaschonenden Kraftstoffe stärker in den Mittelpunkt zu rücken“, fordert Küchen.

Die Mineralölwirtschaft unterstützt zudem die im Zwischenbericht vorgesehene Prüfung eines CO2-Preises im Verkehr. Ein CO2-Steuersystem müsse unter Einbeziehung aller bestehenden Abgaben neu aufgebaut werden, so Küchen. „Wichtig ist, dass ein Preis auf CO2-Emissionen nicht einfach auf die bestehenden Belastungen draufgesattelt wird. Denn mit der geltenden Energiesteuer umgerechnet auf die CO2-Emissionen tragen die Nutzer von Benzin- und Diesel-Pkw schon heute die größte CO2-Abgabenlast im Verkehr“, ergänzt er.

„Elektromobilität, Biofuels, E-Fuels, die Stärkung der Schiene für den Güter- und Personenverkehr wie auch, als Querschnittsthema, die Digitalisierung – alle Handlungsfelder müssen kurzfristig erheblich gestärkt werden. Diesem Aspekt trägt der Zwischenbericht der Verkehrskommission Rechnung. Die federführenden Bundesministerien Verkehr und Umwelt haben bei der schwierigen Vermittlung der unterschiedlichen Sichtweisen gute Arbeit geleistet“, zieht der MWV-Hauptgeschäftsführer als Fazit. (ab)

 

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