Sonntag, 01.08.2021
17.11.2015
   

Jugendschutz

Verbot von E-Zigaretten und E-Shisha für Minderjährige

Die Bundesregierung möchte den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shisha an Minderjährige stoppen. Neue Studien hätten erhebliche Risiken für die Gesundheit belegt.

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der Kinder und Jugendliche besser vor gesundheitlichen Gefahren durch E-Zigaretten und E-Shishas schützen soll. Bislang können Minderjährige diese Produkte einfach kaufen und konsumieren. Das soll künftig nicht mehr möglich sein: Elektronische Zigaretten und Shishas dürfen dann nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Das gilt auch für den Versandhandel. Entsprechende Regelungen gibt es bislang schon für Tabakwaren. Nun werden die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes auch auf E-Zigaretten und E-Shishas ausgedehnt. Das Gesetz müssen vor Inkrafttreten noch der Bundesrat und der Bundestag billigen.

"E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Mit den neuen Regelungen werde das Bewusstsein geschärft, "dass der Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas keineswegs harmlos ist." E-Produkte würden neuen Studien zufolge erhebliche Risiken für die Gesundheit mit sich bringen, unabhängig davon, ob sie Nikotin enthalten oder nicht, meint das Kabinett. Bei vielen E-Produkten wird eine Nikotinlösung eingeatmet. Aber auch bei vermeintlich harmlosen nikotinfreien E-Zigaretten und E-Shishas können die verwendeten Flüssigkeiten Krebs auslösen oder die Lungenfunktion beeinträchtigen. Außerdem kann der Gebrauch dazu verleiten, neue Reize zu suchen und auf nikotinhaltige E-Zigaretten oder herkömmliche Zigaretten umzusteigen.

Nach einer Auswertung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat jeder Fünfte in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen schon einmal eine E-Shisha probiert, jeder Siebte eine E-Zigarette. Auch das Jugendarbeitsschutzgesetz wird entsprechend angepasst. Arbeitgeber dürfen künftig weder Tabakwaren noch elektronische Zigaretten oder elektronische Shishas an Jugendliche weitergeben. (ms)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Raststätte Autohof
29.07.2021

Preisvergleich

Autobahn-Raststätten sind 20 Prozent teurer als Autohöfe

Wo lohnt sich ein Tankstopp finanziell? An einer der rund 430 Tank- und Rastanlagen direkt an der Autobahn oder lieber ein bis zwei Minuten extra in Kauf nehmen und dafür an einem der 200 Autohöfe Rast machen? Der Automobilclub Mobil in Deutschland hat seinen vierten Preisvergleich „Sparen an der Autobahn“ gemacht. + mehr

PACE_Q1
29.07.2021

Mobiles Bezahlen

Q1 wird Teil des Connected Fueling Netzwerks

Mobiles Bezahlen an der Zapfsäule ist nun auch an Tankstellen von Q1 möglich. Durch die Kooperation mit Q1 Energie wächst das deutschlandweite Connected Fueling Netzwerk von Pace Telematics weiter. 25 Q1 Tankstellen sind eigenen Angaben zufolge live, weitere 175 Standorte sollen im Laufe des dritten Quartals folgen. + mehr

TSG_Logo
28.07.2021

Anpassung

Tokheim Service Group heißt jetzt TSG

Die europaweite Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes wurde jetzt auch für die Anpassung des Namens genutzt. Aus drei Wörtern werden so in Deutschland drei Buchstaben. Hauptsitz von TSG Hauptsitz für Deutschland ist München. + mehr

zur Startseite

Systeme 2020

Sprit+ Spezial Systeme 2020

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2021

Cover_Innovation_2021

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 7/2021

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon