Donnerstag, 28.05.2020
06.01.2020
   

Gigafactory Berlin

Die neue Gigacatory Berlin könnte in einer ersten Phase 3.000 Arbeitsplätze schaffen.

Tesla will in Brandenburg mehrere E-Modelle fertigen

Die Pläne zu Teslas neuer Fabrik in Deutschland werden zunehmend konkreter. In Grünheide bei Berlin sollen verschiedene Modelle gebaut werden, darunter das Model 3 und Model Y.

Der US-Elektroautobauer Tesla will in seiner geplanten Fabrik in Brandenburg gleich mehrere Modelle herstellen. In Grünheide bei Berlin sollten im Jahr geschätzt 500.000 Elektrofahrzeuge der Modelle 3 und Y sowie künftiger Modelle gebaut und montiert werden, heißt es in der Bekanntmachung des Landesamts für Umwelt im Amtsblatt für Brandenburg, das am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde. Die Inbetriebnahme solle im Juli 2021 erfolgen. Im abgelaufenen Jahr 2019 hatte das Unternehmen insgesamt rund 367.500 Fahrzeuge ausgeliefert.

Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt ist das Genehmigungsverfahren für das geplante Werk offiziell eröffnet. In der Fabrik im Kreis Oder-Spree sollen ein Presswerk, eine Gießerei, Karosserierohbau, Lackiererei, Sitzefertigung, Kunststoff- und Batteriefertigung sowie die Fertigung von Antrieb und Endmontage untergebracht werden. Auch ein zentrales Versorgungsgebäude und eine Abwasserbehandlungsanlage sind demnach geplant. Mehrere Medien hatten über die Produktionspläne berichtet.

Angaben zu Arbeitsplätzen finden sich im Amtsblatt nicht. Tesla hat auf seiner Webseite über 30 Jobs für eine "Gigafactory Berlin" ausgeschrieben, darunter einen Construction Superintendent, einen Construction Project Manager und einen Mechanical Engineering Lead.

Nach bisherigen Angaben der Brandenburger Landesregierung sind in einer ersten Stufe in Grünheide über 3.000 Arbeitsplätze geplant, bis zu 8.000 könnten es nach einem Ausbau werden. Oder-Spree-Landrat Rolf Lindemann (SPD) hatte im Dezember davon gesprochen, dass bis zu 4.000 Menschen in drei Schichten in der Fabrik arbeiten sollen.

Tesla entscheidet bald über Kaufvertrag für Fabrik

Der Vorstand von Tesla will nach Angaben der Brandenburger Landesregierung bald über den Vertrag mit dem Land zum Kauf der Fläche für die geplante Fabrik entscheiden. Dabei gehe es um die Billigung des Kaufvertrags, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein, am Montag in Potsdam. Kurz vor Weihnachten hatten sich Landesregierung und Tesla nach Brandenburger Angaben über den Kauf geeinigt.

An diesem Donnerstag wird der Landtags-Haushaltsausschuss voraussichtlich über die Einwilligung für den Deal entscheiden - in einer nicht öffentlichen Sitzung. Finanzministerin Katrin Lange (SPD) teilte am Montag mit, sie habe dem Ausschuss die Vorlage zum Grundstücksverkauf der Fläche in Grünheide bei Berlin zugeleitet. Sie bitte ihn darum, die notwendige Einwilligung zu erteilen.

Durch die Ansiedlung seiner künftigen "Gigafactory" erwartet der E-Auto-Hersteller nur geringe Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, mäßige Auswirkungen werden während der Bauphase erwartet. Das geht aus dem Umweltverträglichkeitsbericht des Unternehmens hervor, das seit Montag öffentlich ist. 

Für die Ansiedlung laufen erste Vorbereitungen. Für die künftige Großfabrik sollen 153 Hektar Wald auf dem 300 Hektar großen Areal gefällt werden, heißt es in dem Bericht. Die Fläche, auf der derzeit meist Kiefern wachsen, solle dann versiegelt und mit Produktionshallen bebaut werden. (dpa)

 

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