Samstag, 04.04.2020
19.02.2020
   

Elektroautos

Ladestationen der MKG Bank

Seit Mittwoch bekommen Käufer von Elektroautos mehr Geld vom Staat.

Höhere Kaufprämie gilt ab sofort

Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, müssen mehr Elektroautos auf die Straße. Deshalb belohnt der Bund den Umstieg mit mehr Geld. Auch die Industrie greift in die Tasche.

Käufer von Elektroautos bekommen jetzt deutlich mehr Geld vom Staat. Seit Mittwoch gelten neue Kaufprämien für alle Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden - für rein elektrische Fahrzeuge wie für Plug-in-Hybride. Die Bundesregierung hatte die höhere Förderung bereits im vergangenen September in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen. Das anschließende Verfahren unter Beteiligung der EU-Kommission zog sich aber hin. Erst in der vergangene Woche hatte Brüssel grünes Licht gegeben. Am Dienstag wurde die Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Förderung ist von der Art des Autos und vom Listenpreis abhängig. Für batterieelektrische Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro steigt sie von 4.000 auf 6.000 Euro. Für Autos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro liegt der Zuschuss künftig bei 5.000 Euro, ein Viertel höher als bisher. Für Plug-in-Hybride unter 40.000 Euro sind es 4.500 Euro (statt 3.000); bei einem Listenpreis über 40.000 Euro bekommen Käufer 3.750 Euro (statt 3.000). Das Geld kann auch rückwirkend beantragt werden.

Die Industrie beteiligt sich zur Hälfte an dem sogenannten Umweltbonus, der Staat zahlt die andere Hälfte. Zuletzt war die Rede davon, dass die höhere Prämie Milliarden kostet. Zur bislang gültigen Kaufprämie hatten Bund und Industrie jeweils 600 Millionen Euro beitragen. Die neue Regelung ist bis Ende 2025 befristet.

Wichtiger Meilenstein

Der Branchenverband VDA bezeichnete die neuen Prämien als "wichtigen Meilenstein für den gewünschten Hochlauf der Elektromobilität". Erstmals kann die Kaufprämie unter bestimmten Voraussetzungen auch für junge gebrauchte E-Autos beantragt werden. Sie dürfen dafür allerdings weder beim Ersterwerb noch als Firmenwagen eine staatliche Förderung erhalten haben. Außerdem dürfen sie nicht älter als zwölf Monate und nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen sein. Dann gibt es für gebrauchte Elektroautos 5.000 Euro, für gebrauchte Hybride 3.750 Euro.

Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bei einem Spitzentreffen im November darauf verständigt, dass sich die Industrie weiter an dem Bonus beteiligt. Verabredet wurde auch, das Ladenetz für E-Autos schneller auszubauen.

Zwar steigen die Neuzulassungen von E-Autos, sie haben aber noch nicht den Durchbruch auf dem Massenmarkt geschafft. Die Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, mit dem die Klimaziele 2030 erreicht werden sollen. Dafür wird bis 2030 eine Zahl von sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland als notwendig angesehen. (dpa)

 

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