Sonntag, 26.09.2021
23.07.2021
   

DEKRA Verkehrssicherheitsreport 2021 „Mobilität im Alter“

Senioren; Seniorin; Autokäufer; Käuferstruktur; Oma

Senioren nutzen häufig bis ins hohe Alter das Auto, um mobil zu bleiben.

Höheres Verletzungsrisiko bei Senioren

Senioren werden mobiler und nehmen bis ins hohe Alter aktiv am Straßenverkehr teil. Damit verbunden ist ein im Vergleich zu jüngeren Menschen deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko im Falle eines Unfalls. In der EU entfallen bereits knapp 30 Prozent aller Verkehrstoten auf die Altersgruppe 65 plus.

Der Anteil dieser Gruppe an der Gesamtbevölkerung liegt dagegen bei nur 20 Prozent. Unter den Fußgängern und Radfahrern machten Senioren sogar etwa die Hälfte aller Getöteten im Straßenverkehr aus. „Dieses Risiko gilt es zu minimieren, aber gleichzeitig die Mobilität der älteren Menschen zu erhalten“, sagte Jann Fehlauer, Geschäftsführer der Dekra, bei der Vorstellung des Dekra Verkehrssicherheitsreport 2021 „Mobilität im Alter“. Dies gelte umso mehr, als der Anteil der Altersgruppe 65 plus an der Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen werde.

Als wesentliche Ansatzpunkte zur Steigerung der Verkehrssicherheit von Senioren nennt der Report neben der Infrastruktur und dem Faktor Mensch auch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen. Gefragt sind Systeme, die altersbedingte Defizite ausgleichen und so die Unfallbeteiligung von älteren Fahrern verringern können. Senioren stehen den elektronischen Helfern zwar sehr aufgeschlossen gegenüber, allerdings dauert eine hohe Marktdurchdringung neuer Systeme bei einem Pkw-Durchschnittsalter in Deutschland von über neun Jahren sehr lange. Auch bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur lassen sich in aller Rege nicht schnell umsetzen. Um die Verkehrssicherheit von Senioren schnell positiv zu beeinflussen, muss der Fokus zunächst vor allem auf dem Faktor Mensch liegen, betonen die Unfallforscher. Ältere Menschen können zwar meist auf langjährige Verkehrserfahrungen bauen. Komplexere Situationen im Straßenverkehr sind für sie aber schwerer zu bewältigen als für junge Menschen: Fahrstreifenwechsel zum Beispiel, schwer überschaubarer Kreuzungsverkehr oder Abbiege- und Wendemanöver.

Persönliche „Strategien“ können das Fahren im höheren Alter sicherer machen, betont der Report. Beispielsweise das Fahren mit erhöhtem Abstand, Hauptverkehrszeiten oder Dunkelheit möglichst meiden, ein defensiver Fahrstil und die Nutzung von Assistenzsystemen. Empfohlen werden auch spezifische Fahrtrainings und qualifizierte Rückmeldefahrten. Wichtig ist bei den Betroffenen eine ehrliche Selbsteinschätzung in Bezug auf die eigenen kognitiven und körperlichen Fähigkeiten. Zudem sollte man Hinweise zur eigenen Fahreignung ernst nehmen, sei es aus dem Familien- und Freundeskreis oder von neutralen Experten. Nur so könnten geeignete Kompensationsmöglichkeiten oder alternative Mobilitätsformen gefunden werden. (sh)

 

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