Dienstag, 19.10.2021
22.09.2021
   

Coronavirus

Fünf Euro im Geldbeutel

Eine Untersuchung von Eurocent-Münzen und -Scheinen ergab, dass das Infektionsrisiko für eine Erkrankung mit dem Corona-Virus durch den Kontakt mit Bargeld nicht erhöht ist.

Kein Infektionsrisiko durch Bargeld

Von Bargeld geht kein besonderes Infektionsrisiko für eine Erkrankung mit dem Corona-Virus aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der EZB in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und Unterstützung der Labore Dr. Brill und Partner in Hamburg sowie BluTest Laboratories in Glasgow.

Während der Pandemie kam bei vielen Menschen die Sorge auf, sich über den Kontakt mit Bargeld einem größeren Risiko für eine Erkrankung mit dem Coronavirus auszusetzen. Auch der Handel rief dazu auf, vermehrt bargeldlos zu zahlen. Diese Angst ist unbegründet. Dies ergab eine Untersuchung an verschiedenen Eurocent-Münzen und –Scheinen.

Die EZB untersuchte auch das Zahlungsverhalten im Euroraum. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie während der Pandemie seltener mit Bargeld bezahlten. Der Grund dafür war für 38 Prozent von ihnen die Sorge vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus. Weitere Gründe für die Nutzung anderer Bezahlarten waren unter anderem die Empfehlungen der Regierungen (35 Prozent) oder des Handels (20 Prozent) auf Bargeld zu verzichten. Dennoch gaben mehr als die Hälfte aller Befragten auch an, dass Bargeld ein sehr wichtiges Zahlungsmittel für sie sei.

In der Studie wurde untersucht, wie lange die Viren auf dem Geld überleben können. Zum Vergleich dazu erfolgten Tests auf Edelstahloberflächen. Diese zeigten, dass das Virus auf Zehn-Euro-Scheinen bis zu 72 Stunden überleben kann, auf einer Ein-Euro-Münze bis zu 24 Stunden, auf einer Zehn-Cent-Münze bis zu sechs Stunden und auf einer Fünf-Cent-Münze gerade einmal bis zu 30 Minuten. Auf dem Edelstahl hingegen waren es bis zu sieben Tage.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch die Nutzung von Bargeld beurteilen zu können, wurden Untersuchungen zur Übertragung auf die menschliche Haut durchgeführt. Es konnte keine Virusmenge festgestellt werden, die zu einer Infektion hätte führen können. Aus diesem Grund kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass „das Übertragungsrisiko über Banknoten und Münzen sehr niedrig und dass Bargeld sicher nutzbar ist.“ (sh)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

tankanzeige
19.10.2021

Tanktourismus

Hohe Spritpreise treiben Autofahrer über die Grenze

Die hohen Spritpreise lassen immer mehr Menschen zum Tanken über die Grenze fahren. Der Tanktourismus nehme in letzter Zeit wieder deutlich zu, hieß es am Dienstag vom Zentralverband des Tankstellengewerbes (ZTG). Und immer mehr Kunden nähmen auch längere Fahrten auf sich. + mehr

ryd digital einkaufen
19.10.2021

Digital tanken und einkaufen

Mit Ryd und MCS mobil im Tankstellen-Shop einkaufen

Ryd und MCS digitalisieren den Tankstellen-Shop. In Zukunft können Autofahrer über das Ryd Netzwerk erstmal auch mobil im Shop einkaufen. + mehr

19.10.2021

Spritpreise

Mittelstandsverband fordert Senkung der Mineralölsteuer

Die steigenden Kraftstoffpreise stellen sowohl für Verbraucher als auch die Wirtschaft zunehmend ein Risiko dar, warnt der Verband. Die Corona-Krise drohe nahtlos in eine "veritable Wirtschaftskrise" überzugehen. + mehr

zur Startseite

Systeme 2021

Systeme 2021

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2021

Cover_Innovation_2021

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2021

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon