Freitag, 29.05.2020
20.03.2019
   

Appell aus der Wirtschaft

Fünf große Energie- und Handelsunternehmen üben in Sachen E-Mobilität Druck auf den Bund aus.

Bund muss schneller auf E-Mobilität umsteigen

Um den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu erleichtern, fordern mehrere große Energie- und Handelsunternehmen mehr Engagement vom Bund.

Mehrere große Energie- und Handelsunternehmen haben den Bund zu einem schnelleren Umstieg auf E-Fahrzeuge aufgefordert. Dies werde "den Kampf gegen den Klimawandel stärken, der Luftverschmutzung in deutschen Städten entgegenwirken sowie die Führungsrolle Deutschlands als globalem Autohersteller sichern". Das schrieben die Energiekonzerne Eon und Vattenfall, die Handelsketten Metro und Ingka Group (früher Ikea) sowie das Fuhrpark-Leasingunternehmen Leaseplan am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung.

"Die Empfehlungen sind eine klare Chance für die Bundesregierung, sich die fallenden Kosten für Batterien zunutze zu machen und einen ehrgeizigen Zeitplan für die Einführung von Elektrofahrzeugen festzulegen, der mit Plänen anderer europäischer Länder im Einklang steht", so die Unternehmen. Eon-Manager Andreas Pfeiffer etwa forderte Kontrollmaßnahmen wie CO2-Abgaben sowie Steueranreize für Unternehmen, die ihren Fuhrpark auf E-Mobilität umstellen wollen. Die fünf Unternehmen, die sich an der globalen Firmeninitiative EV100 der Climate Group beteiligen, stellen derzeit ihre Flotten auf E-Fahrzeuge um und bauen große Ladenetze auch für Kunden auf.

Am Mittwoch sollten sich dem Vernehmen nach die Chefs der deutschen Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW mit dem Branchenverband VDA zusammenschalten. Dabei wollen sie ausloten, ob sich eine gemeinsame Linie beim Umbau der Mobilität finden lasse. So hatte VW kürzlich ein Strategiepapier vorgelegt, in dem die Wolfsburger kritisieren, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Das war aber auf teils große Kritik auch von Wettbewerbern gestoßen. Eine offizielle Bestätigung des Spitzengesprächs gibt es bisher nicht. (dpa)

 

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