Mittwoch, 21.02.2018
06.02.2018
   

Interview

Volkmar Link, Vertriebsleiter D-A-CH DKV Euro Service

Volkmar Link will möglichst viele Flotten von der DKV Card überzeugen. Die Netzabdeckung in Deutschland, gut 90 Prozent, ist ein Kernelement.

DKV öffnet sich für Pkw-Flotten

Der Anbieter war bislang Anlaufstelle für Lkw-Fuhrparks, die per Karte tanken wollten. Nun holen die Ratinger auch die Pkw-Flotten ins Boot. Vertriebschef Volkmar Link erklärt die neue Kartenstrategie.

DKV hat im Oktober 2017 die Auszeichnung Autoflotte Top Performer erhalten. Dabei kennt man die DKV Card in erster Linie als Tankkarte für Lkw …
Wir haben festgestellt, dass auch der Pkw-Markt ein großes Interesse an einer Ein-Karten-Strategie hat. Diesem Ruf des Marktes wollen wir mit der DKV-Karte Rechnung tragen. Und unser Angebot kommt im Markt offenbar gut an.

Es gibt also künftig aus Ratingen zwei Optionen für den Fuhrparkbetreiber?
Ganz genau. Neben der Novofleet-Karte, die vor fünf Jahren als klassische Zweitkarte eingeführt wurde, adressiert die DKV Card Fuhrparkbetreiber, die eine Ein-Karten-Strategie verfolgen. Diesen Markt wollen wir in Zukunft noch intensiver bedienen. Denn in der Regel entscheidet sich der Kunde nicht für eine Karte, sondern für das Versorgungskonzept, das hinter der Karte steht.

Entscheidend für die Ein-Karten-Strategie ist das vorhandene Netz. Wie dicht ist dieses in Deutschland?
Mit zirka 13.000 Akzeptanzstellen für die DKV-Karte decken wir 90 Prozent des gesamten deutschen Tankstellennetzes ab. Hier wird der Bedarf des Kunden nach einer hohen Netzabdeckung vollends gedeckt. Und auch das Tanken im Ausland an den 33.000 Tankstellen außerhalb Deutschlands in insgesamt 41 weiteren europäischen Ländern ist damit sehr einfach möglich. Das vereinfacht das Kartenhandling in den Flotten dramatisch.

Das DKV-Netz ist auch weiterhin für Lkw-Flotten ausgelegt. Müssen Betreiber von Pkw-Fuhrparks hier irgendetwas beachten?
Ganz und gar nicht, da die bisherigen Akzeptanzstellen auch Pkw-tauglich sind. Von daher kann sich der Pkw-Fahrer an der bestehenden DKV-Ausschilderung an den Preismasten oder den Zapfsäulen der Tankstellen orientieren.

Im Grunde kann ich also fast an jeder Tankstelle in Deutschland die DKV-Karte einsetzen?
Ja, unsere Kunden können sich an zirka 90 Prozent aller öffentlichen Straßentankstellen sowie an allen Autobahntankstellen und Autohöfen im Bundesgebiet versorgen. Das reduziert die durch eine Betankung bedingten Umwege und die damit verbundenen Kosten deutlich.

Können Sie ein Beispiel geben, was ich mit der Karte alles zahlen kann?
Die DKV-Karte kann zum einen für Begleitservice von Lkw mit Überlänge genutzt werden, aber auch zur Abrechnung der Parkhausgebühren für einen Pkw. Das Portfolio ist also riesig. Der Nutzer kann sich aus all den Bereichen das raussuchen, was er braucht. Alles mit einer Karte.

Wie weit ist der Weg noch zu einer Mobilitätskarte, die deutlich mehr abdeckt als nur die Kraftstoffversorgung des Dienstwagens, sondern für jede Art der Dienstreise eingesetzt werden kann?
Hier sind wir in der Konzeptionsphase, um künftig die Mobilitätskette von der Haustür bis ins Büro sowie Dienstreisen abdecken zu können. Aber auch hier müssen die einzelnen Optionen netzdeckend angeboten werden, sonst akzeptiert dies der Kunde nicht.

Das Abrechnen von Stromern funktioniert ja heute bereits mit der DKV Card +Charge.
Die DKV Card +Charge ist eine Hybridkarte. Ich kann sowohl alle Tankstellen mit DKV-Akzeptanz nutzen, aber auch an bundesweit über 6.800 Ladepunkten den Strom begleichen. Das geht über den RFID-Chip oder den QR-Code auf der Karte und die DKV Card +Charge App.

Nun gehen auch Mineralölgesellschaft dazu über, selbst Ladekonzepte anzubieten. Shell kaufte vor Kurzem den Spezialisten New Motion. Verfolgt DKV Ähnliches?
E-Mobilität ist ein Wachstumsthema, aber ein langsames. Wir schließen bei der Kartenabrechnung neben den erwähnten gut 6.800 öffentlichen Ladepunkten auch jene mit ein, die ein Fuhrparkbesitzer selbst betreibt. Und bald werden wir auch private Ladepunkte bei den Dienstwagenfahrern ins Netz einbinden können. Aus den Wallboxen gehen die Transaktionen an uns und dann anschließend konsolidiert an den Fuhrparkbetreiber. Damit werden wir zeitnah in den Markt gehen.

(Das Interview führte Rocco Swantusch, Redakteur der Fachzeitschrift Autoflotte.)

 

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