Samstag, 02.07.2016
27.01.2016
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Energieprognose

Bis 2040 soll der Anteil von Diesel am Kraftstoffmarkt auf 45 Prozent steigen, berechneten Experten des US-amerikanischen Mineralölkonzerns Exxon Mobil.

Exxon Mobil erwartet steigenden Dieselbedarf

Aktuell sind 95 Prozent der Kraftstoffe im Transportbereich aus Öl hergestellt. Daran wird sich bis 2040 nicht viel ändern, meint Exxon Mobil in einer Energieprognose.

Der US-amerikanische Mineralölkonzern Exxon Mobil hat eine Energieprognose bis 2040 vorgestellt. Der Konzern rechnet mit einem Zuwachs beim Energieverbrauch und einem Rückgang bei der Kohlenstoffintensität.

Bis 2040 soll die Weltbevölkerung um ungefähr zwei Milliarden Menschen zunehmen und die Wirtschaft in den Schwellenländern weiterhin erheblich wachsen. In Schwellenländern ist mit den höchsten Anstiegen des Energiebedarfs zu rechnen, weil sich dort das Pro-Kopf-Einkommen um 135 Prozent erhöhen wird. Erdgas soll voraussichtlich 40 Prozent des zusätzlichen Energiebedarfs decken, wodurch die Nachfrage nach diesem Energieträger um 50 Prozent steigen soll. Kernkraft und erneuerbare Energien werden 2040 einen Anteil von fast 25 Prozent am Energieangebot erreichen, wozu allerdings die Kernkraft ein Drittel beiträgt.

Gleichzeitig erwarten die Wissenschaftler, dass durch Erfolge bei der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien, die Kohlenstoffintensität weltweit halbiert wird. Die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen sollen ihren Höhepunkt um 2030 erreichen und danach absinken. Langfristig geht der Konzern davon aus, dass Öl mit rund einem Drittel des weltweiten Angebots wichtigster Energieträger bleiben wird. Erdgas schiebt sich mit rund 27 Prozent auf den zweiten Platz vor Kernenergie und erneuerbare Energie, die um die 25 Prozent liegen.

Diesel im Transportbereich immer wichtiger

Bei den Kraftstoffen geht Exxon Mobil davon aus, dass der Bedarf an Diesel und Benzin bis 2020 gleichermaßen wachsen wird. Bis 2040 soll jedoch der Anteil von Diesel am Kraftstoffmarkt auf 45 Prozent steigen, während Benzin Anteile verliert. Den Grund dafür sehen die Experten im wachsenden Markt für LKW und Schiffe. Ebenfalls stark wachsen soll der Bedarf an Kerosin, während sich der Bedarf an Erdgas im Transportbereich nur langsam bewegt. Im Flottenbereich sehen die Wissenschaftler Zukunftschancen.

An dem Bericht "The Outlook for Energy: A View to 2040" arbeiteten Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Naturwissenschaftler des Konzerns, die ihre Prognosen anhand umfangreicher Datenanalysen entwickelten. Dabei wurden eigenen Angaben zufolge die Trends von Angebot und Nachfrage im Energiesektor in ungefähr 100 Ländern, 15 Verbrauchssektoren und 20 verschiedenen Energieformen untersucht. (ms)

 

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