Mittwoch, 20.09.2017
11.05.2017
   

Bioethanol

Zapfsäulen

Immer seltener greifen die deutschen Kunden an der Zapfsäule zu E10. Der Bioethanolverband führt das auf den zu geringen Preisunterschied zu E5 zurück.

Verbrauch bleibt stabil

Trotz des stetigen Absatzrückgangs von Super E10 ist der Verbrauch von Bioethanol im vergangenen Jahr leicht gewachsen. Grund dafür ist ETBE.

Der Anteil von Bioethanol in Ottokraftstoffen ist im vergangenen Jahr minimal von 6,10 auf 6,11 Prozent gewachsen. Das teilte der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mit Blick auf die Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit.

Demnach wurden 2016 rund 2.000 Tonnen mehr Bioethanol in Super, Super Plus und Super E10 beigemischt. Und das obwohl der Absatz von Super E10, in dem am meisten Bioethanol beigemischt ist, im vergangenen Jahr auf 2,3 Millionen Tonnen gesunken ist und die Produktion von E85 komplett eingestellt wurde. Die Rückgänge wurden durch die deutlich gestiegene Verwendung von ETBE im Benzin kompensiert: ETBE (Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether) wird mit Bioethanol sowie aus Erdgas gewonnenem Isobuten hergestellt und wegen seiner hohen Oktanzahl dem Benzin zur Verbesserung der Klopffestigkeit zugesetzt. In ETBE wurden 8,0 Prozent mehr Bioethanol eingesetzt als 2015.

Dennoch wünschte sich Dietrich Klein, Geschäftsführer des BDBe, größere Preisabstände von E10 und E5: „Der Absatzrückgang von Super E10 liegt vor allem an dem zu geringen Preisabstand von zwei Cent pro Liter zu Super E5. Die Entwicklung in Frankreich zeigt das Marktpotenzial von Super E10: Bei einer Preisdifferenz von fünf Cent hat das dort SP95-E10 genannte Super E10 im Jahr 2016 einen Marktanteil von 35 Prozent im Benzinmarkt erreicht.“ (ms)

 

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